Grippe – nein Danke!

Praxis Lichtblick Heilpraktiker Weinheim

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In den Medien hört man alle Jahre wieder Schreckensmeldungen über bevorstehende Grippewellen. Dank der Angst vor Vogelgrippe, Schweinegrippe oder Influenza macht die Pharmaindustrie kräftige Umsätze im Impfgeschäft. In der Sprechstunde werde ich immer wieder nach guten Alternativen befragt. Hier habe ich ein paar praktische Tipps für Sie zusammengestellt.

Dass um uns herum und in unserem Körper Viren, Bakterien und Pilze sind, bedeutet nicht, dass wir krank werden. Solche Erreger sind allgegenwärtig. Das Wunderwerk Mensch verfügt über eine ganze Reihe von ausgeklügelten Abwehrmechanismen, die im Normalfall sehr gut funktionieren. Werden wir trotzdem krank, sind noch andere Faktoren im Spiel, auf die wir durchaus Einfluss haben:

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Lifestyle. Die beste Alternative zum Impfen ist ein intaktes Immunsystem. Dazu können Sie einiges selbst beitragen: Regelmäßige Bewegung – auch in der kalten Jahreszeit, angemessene Umgebungstemperatur und Kleidung, ausgewogene Ernährung und ein typgerechter Lebensstil mit einem gesunden Verhältnis von Anspannung und Entspannung sind das A und O. Was typgerecht bedeutet, ergibt sich aus der 4-Elemente-Auswertung für jeden individuell.

Körper-Seele-Geist. Mittlerweile weiß man um die enge Verzahnung von Immunsystem, Nervensystem und Hormonsystem. Daraus wird immer klarer, warum es für den Körper dienlich ist, das Seelenleben zu entlasten. Die Wissenschaft der Neuropsychoimmunologie deckt diese Zusammenhänge forschend auf. Insofern sind alle Methoden hilfreich, die die seelische Balance fördern.

Mikronährstoffe. Eine gute Rundumversorgung mit Mikronährstoffen halte ich für eine gute Unterstützung, um den Körper gegen Erreger jeder Art zu wappnen: Ich selbst gönne mir in der kalten Jahreszeit täglich einen Esslöffel LaVita-Saft in Wasser verrührt. Das hochkonzentrierte Nahrungsergänzungsmittel stammt aus natürlichen Quellen. Es beinhaltet alles, was man an Vitaminen und Mineralien generell gut gebrauchen kann. So bleibt man fit für einen Euro am Tag. Und lecker schmeckt der Drink auch noch. Wie bei allen Multiprodukten sind nur Vitamin C und Magnesium im Bedarfsfall noch zusätzlich einzunehmen. Magnesium empfehle ich nur bei entsprechenden Beschwerden (z.B. Krampfneigung) und wenn Erdelement nicht im Übermaß vorhanden ist.

Vitamin-C kann jeder großzügig für sich einsetzen (3xtäglich eine Messerspitze in Flüssigkeit aufgelöst; reichlich Wasser nachtrinken, damit der Zahnschmelz nicht unter der Säure leidet). Was überschüssig ist, scheiden gesunde Nieren problemlos aus. Ich empfehle ein naturnahes Produkt zu verwenden, z.B. Amazonas Acerola-Pulver. Hier bitte nicht sparen! Billiganbieter züchten Vitamin C auf Pilzkulturen im Labor, was die Bioverfügbarkeit nicht gerade fördert.

Heilpraktiker Weinheim

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Der Großteil der Bevölkerung in Mitteleuropa ist schon im Sommer mit dem Sonnenvitamin Vitamin-D unterversorgt! Im Winter fehlt die Sonne, wodurch noch weniger Vitamin D im Körper produziert wird. Der „Vitamin-D-Papst“ Professor Jörg Spitz empfiehlt auch jedem Gesunden 2.000 IE (internationale Einheiten) Vitamin während der Wintermonate einzunehmen und bei nachgewiesenem Mangel eine Dosis von 6.000 IE täglich. Ich lasse bei meinen Patient*innen alle drei Monate den OH25-Spiegel im Blut prüfen, wenn sie Vitamin D (z.B. Cefavit D3) in hohen Dosen einnehmen. Für rund 20 Euro gewinnt man Sicherheit und therapiert nicht auf Verdacht. Bei bestimmten Krankheitsbildern (z.B. Autoimmunerkrankungen) reicht ein Vitamin-D-Spiegel nicht aus, der nur in der Norm liegt. Sondern man therapiert an die obere Grenze des Referenzbereichs – selbstredend unter Kontrolle der Laborwerte. Vitamin-D ist ein billiges „Medikament“. Es ist kaum zu glauben, dass dennoch in weiten Teilen der Bevölkerung eine Unterversorgung besteht! Nebenwirkungen durch Überdosierung sind laut Professor Spitz in der Praxis kaum zu beobachten. Allein bei Kindern sollte man den Kalziumspiegel im Auge behalten, wenn man über längere Zeit mehr als 4.000 IE täglich verabreicht.

Wenn ein Patient mit Schniefnase meine Praxis betritt, was natürlich immer wieder vorkommt, ist er trotzdem willkommen! Mein Geheimtipp für stabile Schleimhäute (denn hier treten die Erreger in den Körper ein – oder eben nicht!) ist Zink. 25 mg Zinkorotat (z.B. Zinkorot) täglich schützen die Schleimhäute. Wenn Sie diese Dosis über sechs Wochen oder länger einnehmen möchten, ist es notwendig, parallel Kupfer, Mangan, Kalzium und Eisen zuzuführen, damit das Verhältnis ausgewogen bleibt. Mit einem Löffel LaVita täglich ist das Problem gelöst.

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Gesunder Umgang. Falls es dann doch zu einem Infekt gekommen ist, gibt es unterschiedliche Arten, damit umzugehen: Am wichtigsten ist es, den Körper jetzt in seiner Arbeit nicht zu behindern. Nehmen Sie daher nur im Notfall unterdrückende Medikamente. Das Laufen der Nase, das Abhusten des Schleims, die erhöhte Temperatur und andere Reaktionen sind sinnvoll und gesund. Sie helfen dem Organismus mit den Eindringlingen klarzukommen. Ein gerütteltes Maß an Selbstfürsorge ist jetzt notwendig, damit Leistungsorientierung und Pflichtgefühl der Genesung nicht im Wege stehen. Lassen Sie Ihrem Körper ZEIT. Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht! Schalten Sie einen Gang zurück, stressen Sie Ihren Leib jetzt nicht mit Alkohol oder anderen Genussgiften und sorgen Sie für ausreichend Ruhe.

Medikamente. Die naturheilkundliche Apotheke bietet kraftvolle und dennoch sanfte Arzneien zur Selbstmedikation. Ein Produkt aus Sonnenhut (z.B. Echinacin liquidum von Madaus) pusht das Immunsystem. Die Anzahl der weißen Blutkörperchen wird erhöht und die Abwehr dadurch gesteigert. Das Immunsystem in dieser Art zu stimulieren, muss man gewissenhaft abwägen bei Blutgruppe 0, wenn der Mensch gleichzeitig zu Überreaktionen des Immunsystems neigt, wie Allergien oder Autoimmunreaktionen. Sprechen Sie im Zweifel mit Ihrem/Ihrer Arzt/Ärtzin oder Heilpraktiker*in. Bei hartnäckigen Infekten setze ich gerne ein pflanzliches Antibiotikum ein: Angocin. Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel machen den Erregern in Bronchen und Nebenhöhlen den Garaus.
Viele von Ihnen haben schon gute Erfahrungen mit den Präparaten von Weleda oder Wala gemacht. Apis/Belladonna für beginnende Hausschmerzen oder Infludoron bei grippeähnlichen Symptomen haben sich seit Jahren bestens bewährt. Falls die dritte Gabe noch keine Veränderung (seelisch, körperlich oder hinsichtlich der allgemeinen Power) gebracht haben sollte, stoppen Sie die Einnahme. Wenn die Symptome weg sind, stoppen sie sie ebenfalls sofort. Das nicht zu tun, sind die beiden häufigsten Fehler bei der Selbstmedikation mit homöopathischen Mitteln. Idealer ist es natürlich, wenn ein*e erfahrende*r Homöopath*in, das genau passende Kügelchen für Sie bestimmt. Denn damit lösen sich nicht nur die Erkältungssymptome auf, sondern auch seelische Dysbalancen und mitunter noch ganz andere Beschwerden – sozusagen als erfreuliche Nebenwirkung. Je früher Homöopathie eingesetzt wird, desto rascher und umfassender kann sie wirken. Das Mittel für akute Beschwerden zu finden, ist in der Regel sehr viel einfacher und treffsicherer als für chronische Erkrankungen. Ein beliebter Fehler – in der Selbstmedikation und auch in der Therapie – ist es, Homöopathika einzusetzen, wenn der Körper bereits auf einem guten Weg ist, die Krankheit selbst zu bewältigen. Ist der Höhepunkt der Erkrankung überschritten und die Symptome sind im Abklingen, sind Geduld und Vertrauen in die Selbstheilungskräfte gefragt. Das ist sowohl für den Patienten als auch für den Therapeuten eine Herausforderung.

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Hausmittel. Ansteigende Fußbäder, Inhalationen, Wickel, Zwiebelsäckchen und vieles, was die Großmutter noch wusste, haben auch heute noch einen Stellenwert in der Behandlung von Erkältungskrankheiten verdient. Fragen Sie Ihre Oma oder recherchieren Sie im Internet. Tees z.B. mit Thymian oder Salbei sind die Klassiker für den wehen Hals. Kaufen Sie Produkte in Bioqualität (ohne Pestizidbelastung), legen Sie einen Deckel auf die Tasse, damit die ätherischen Öle nicht verdampfen, und gehen Sie maßvoll mit dem Arzneimittel Tee um. Literweise und ganzjährig Kräutertees zu trinken, ist nicht sinnvoll. So mancher hat sich durch den übermäßigen Genuss von Kamillentee schon einer unfreiwilligen Arzneimittelprüfung von Chamomilla unterzogen.

Arzt: Selbstverständlich konsultieren Sie Ihre*n Hausarzt/-ärztin, falls Ihre Beschwerden anhalten oder in ihrer Heftigkeit von den Ihnen bekannten Erkältungsbeschwerden abweichen.

Wir haben grippalen Infekten einiges entgegenzusetzen, das nebenwirkungsarm und relativ kostengünstig gleichzeitig vielen anderen Krankheiten vorbeugt. Gehen Sie sorgsam und bewusst mit Ihrem Körper um!

13. November 2018 von Petra Weiß
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