Hochsensibel im Restaurant

Praxis Lichtblick Heilpraktiker Psychotherapie Weinheim

Heute möchte ich Sie wieder an Themen teilhaben lassen, die mir in der Sprechstunde begegnet sind. „Aus dem echten Leben“ sozusagen.

Das Phänomen der Hochsensibilität betrifft vermutlich etwa 10 Prozent der Menschen. Sie haben eine geschärfte Wahrnehmung ihrer Sinneseindrücke. Das kann sich auf alle Sinne beziehen oder auf einzelne wie zum Beispiel den Geruch, das Gehör oder das Sehen.

Viele Betroffene wissen nichts von Ihrer besonderen Gabe, weil sie ja keine Vergleichsmöglichkeit haben. Die Wahrnehmung ist höchst individuell und kaum jemand kommt auf die Idee, bei anderen nachzufragen, wie sie das Wahrgenommene erleben. Hochsensible Personen (HSP) halten sich daher selbst oft für überempfindlich und versuchen, sich anzupassen.

Anpassung ist manchmal eine gute Strategie. Allerdings sollten Sie sich besser Ihren eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten anpassen als den Vorstellungen und Gewohnheiten der anderen.

Konkret habe ich mit einer sehr feinsinnigen Frau über den Besuch von Restaurants gesprochen. Das Thema ist mir bestens bekannt: Während Freunde und Familie sich einfach treffen und ausgelassen feiern, kann es für uns als Hochsensible eine große Herausforderung sein, mit am Tisch zu sitzen und an den Gesprächen teilzunehmen.

Viele Sinneseindrücke strömen gleichzeitig auf Hochsensible ein, die mit ihrem Nervensystem verarbeitet werden wollen. Es braucht eine achtsame Vorbereitung und einen gütigen Umgang mit dem eigenen Sosein, um diese Begegnungen nicht zur zu überstehen, sondern auch genießen zu können. Aus meiner persönlichen und therapeutischen Erfahrung gebe ich gerne praktische Tipps.

Wenn Hochsensiblen ein Ereignis bevorsteht, das ihre Nerven belasten wird, ist es wichtig, weitere Belastungen so gut wie möglich zu vermeiden. Fangen wir mit den grundlegenden Dingen an.

Essen Sie vor dem Restaurant-Besuch.

Diese Empfehlung mag auf den ersten Blick widersinnig erscheinen. Sie wollen natürlich mit den anderen vor Ort speisen. Es geht auch nicht darum, dass Sie sich zuhause den Bauch voll schlagen, sondern dass Sie nicht völlig ausgehungert und im Unterzuckerzustand in der Gaststätte ankommen. Eine kleine Banane, eine Möhre oder ein Apfel sind oft gute Begleiter auf dem Weg. Sie bringen den Blutzucker sehr rasch nach oben und überbrücken die Zeit bis zum gemeinsamen Mahl. Wer mag, greift schon daheim zum Müsli-Riegel oder nimmt eine Handvoll Nüsse zu sich. Diese Lebensmittel brauchen etwas länger, bis ihr Zucker in die Blutbahn gelangt. Machen Sie das so, wie es Ihren Vorlieben und Möglichkeiten entspricht. So können Sie später in aller Ruhe die Karte studieren, mit Bedacht bestellen und geduldig warten bis Ihr Teller kommt.

Gemach, gemach.

Kaum etwas setzt uns alle – egal ob hochsensibel oder nicht – so unter Stress wie Zeitdruck. Fahren Sie daher immer zeitig los und planen Sie Puffer ein. Mit dieser eigentlich einfachen Maßgabe können Sie schon ganz viel Ungemach vermeiden. Überlegen Sie frühzeitig, was vorbereitet werden will, fertigen Sie bei Bedarf eine kleine Liste mit Erledigungen an. Drucken Sie eine Wegbeschreibung aus oder notieren Sie die Adresse in Ihrem Navigationssystem. Packen Sie Geschenke und Mitbringsel beizeiten ein. Richten Sie Ihre Garderobe. Manche Menschen machen das schon Tage vor dem Ereignis. Beenden Sie andere Tätigkeiten früh genug, um in aller Ruhe letzte Reisevorkehrungen treffen zu können. Nehmen Sie sich mindestens 5 Minuten Zeit bevor Sie losfahren, um noch einmal zu prüfen, ob alles Wichtige an Bord ist. Wägen Sie ab, ob Sie Ihr Handy griffbereit haben wollen, damit Sie beruhigt sind, oder ob es Sie im Gegenteil eher ablenkt und stört.

Mitfahrgelegenheit.

Vielleicht können Sie auch gemeinsam mit anderen Gästen anreisen. Das hat Vorteile, aber auch Risiken und Nebenwirkungen. Sich den Fahrkünsten eines anderen Menschen anzuvertrauen bedeutet immer ein gewisses Maß an Kontrollverlust. Je nach Beziehung zu dem Fahrer kann das entspannt sein oder auch nicht. Die Bedürfnisse der Mitreisenden nach Musik oder Frischluft sind nicht unbedingt mit Ihren eigenen in Einklang. Und möglicherweise textet Sie jemand in der Fahrerkabine zu, aus der Sie kaum entkommen können. Wägen Sie ab, welche Vorteile für Ihr Wohlbefinden entscheidend sind und was Ihre Nerven am meisten schont.

Stabiler Stand.

Das Nervensystem liebt Stabilität. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Füße die Möglichkeit haben, fest auf dem Boden zu stehen. Stöckelabsätze sind ebenso wenig geeignet wie flache Schuhe für Menschen mit kurzen Beinen, die dann beim Sitzen nur mit den Zehenspitzen den Boden berühren oder auf der Sitzfläche unbequem nach vorn rutschen müssen. Den Rücken anzulehnen, dient ebenfalls der Stabilität. Die Körperhaltung ist entscheidend für Ihr Wohlgefühl. Machen Sie hier keine faulen Kompromisse. Plateausohlen, Block- oder Keilabsätze, in denen Sie problemlos gehen können, bringen einen sicheren Stand und gleichzeitig moderne Eleganz.

Der rechte Platz.

Wo Sie sitzen ist für Sie als hochsensibler Mensch wichtiger als für andere. Sie werden sicherer und stabiler sitzen, wenn Sie kein Fenster und keine Tür im Kreuz haben und auch nicht mit dem Rücken zum offenen Raum platziert sind. Ideal ist ein Standort, der Ihnen den Blick auf die Eingänge gewährt und gleichzeitig einen Rückhalt durch eine Wand oder ein massives Möbelstück gibt. Um zumindest einen Teil Ihrer Ansprüche an das gute Sitzgefühl erfüllt zu bekommen, ist es sinnvoll, nicht als Letzte einzutreffen.

Der Tischnachbar.

Wenn Sie können, setzen Sie sich neben jemanden, der Ihnen bekannt ist und sympathisch. Wer neben Ihnen Platz nimmt, liegt nicht immer in Ihrem Einflussbereich, aber wie viel Aufmerksamkeit Sie der Person schenken. Wechseln Sie den Platz, falls Sie sich neben einer nervigen Quasselstippe wiederfinden. Sie müssen ja niemanden offen brüskieren. Hier sind kleine Notlügen durchaus erlaubt. Schöner ist es natürlich, aufrichtig zu bleiben. Sie finden vielleicht ein zusätzliches Argument aus der Rubrik „Der rechte Platz“, das für den Stellungswechsel spricht.

Angenehme Beleuchtung.

Wenn Ihr Sehsinn geschärft ist, sind Sie blendempfindlich. Grelles, besonders helles oder blaustichiges Licht beeinträchtigt dann Ihr Wohlbefinden sehr. Das kann Ihnen die ganze Freude an dem Treffen vermiesen. Beachten Sie in diesem Fall bei der Wahl Ihres Sitzplatzes auch die Beleuchtung bzw. ob Sie von Ihrem Standort aus ins Helle schauen müssen. Scheuen Sie sich nicht, die Bedienung nach einem Sonnenschutz oder einem Dimmer zu fragen. Notfalls können Sie sie bitten, unnötige Lichtquellen auszuschalten. Erfahrungsgemäß ist das oft eine Erleichterung für die ganze Gruppe, auch wenn niemand anders auf die Idee kam, eine lauschigere Illumination zu veranlassen.

Souveränität signalisieren.

Wenn mehrere Menschen zusammenkommen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihnen etwas begegnet, das ich „militante Fürsorge“ nenne. Insbesondere wenn Sie zu erkennen geben, dass Sie sich mit etwas unwohl fühlen. Ihre Selbstfürsorge wird vermutlich einen ungebetenen Helfer auf den Plan rufen. Fast in jeder Gruppe findet sich ein Weltenretter, der anderen helfen will – notfalls gegen deren Willen.

Mein Tipp: Fangen Sie nicht an, sich zu rechtfertigen, warum Sie den Empfehlungen nicht folgen. Das bricht endlose Diskussionen vom Zaun und kostet Sie unnötig Kraft. Sagen Sie einfach „Danke“. Und beim nächsten mal „Danke für Deine gute Absicht“. Sollte dann noch ein unwillkommener Vorschlag folgen, brauchen Sie die lange Version: „Danke für Deine gute Absicht. Ich freue mich, dass Du mir helfen willst. Das ist lieb von Dir. Ich sorge gut für mich. Du brauchst das nicht für mich zu tun. Alles ist gut.“ Je nach Ihrem Typ kann auch ein breites Lächeln eine witzige und gleichwohl klare Wortwahl begleiten „Nein, vielen Dank. Danke, aber danke nein.“ Probieren Sie aus, was Ihnen entspricht. Sammeln Sie Erfahrungen und lassen Sie sich nicht entmutigen, weil ein notorischer Helfer nicht gleich aufgibt, Sie beglücken zu wollen.

Rechtzeitig den Absprung wagen.

Viel Energie wird im Leben verpulvert, weil wir in Situationen verharren, die uns nicht guttun. Wenn Sie merken, dass Sie nach Hause wollen, gehen Sie. Ja, auch wenn Sie die Erste sind. Lassen Sie sich auch hier auf keine Diskussion ein. Bleiben Sie stattdessen charmant. Niemand hat ein Recht, Sie festhalten zu wollen. Werten Sie den Versuch als Kompliment und Sympathiebekundung.

Starten Sie Ihren Abschied, vor allem wenn er für die anderen unerwartet früh kommt, immer mit Dank und Wertschätzung. „Vielen Dank für die Einladung. Das war ein wunderbarer Abend. Es hat mich sehr gefreut, Euch alle hier getroffen zu haben. Und auch das Essen war vorzüglich. Nun bin ich satt und glücklich und will nur noch auf meine Couch.“ Sollten Gegenstimmen kommen, dürfen Sie zu dem platten Spruch greifen „Wenn es am schönsten ist, soll man gehen.“ An dem Sprichwort ist tatsächlich Wahres: Bleibt man über die Zeit, wird der zuvor nette Eindruck durch das „Aushalten bis zum Ende“ getrübt. Gerade, wenn Sie unsicher sind: Lassen Sie Ihren Worten ohne Verzögerung Taten folgen. Nehmen Sie Ihren Schlüssel in die Hand, drehen Sie den Körper Richtung Ausgang oder fangen Sie unverzüglich an, die Anwesenden mit Umarmungen oder Händeschütteln zu verabschieden. Riskieren Sie nicht, Wankelmut zu zeigen, sonst wird es nur noch schwieriger für Sie und für die anderen.

Jetzt ist es von Vorteil, selbst gefahren zu sein. Alternativ können Sie ein Taxi bemühen.

Und noch zwei Tipps aus der Naturheilkunde:

Bachbüten. Ein paar Tropfen der Bachblüte Aspen pur oder in Wasser aufgelöst unterstützen Ihr sensibles Nervensystem vor der Veranstaltung. Bachblüten sind kraftvoll und sanft. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Die Tropfen können bei Bedarf in einer Pipettenflasche problemlos in der Handtasche mitgeführt werden. Die bewährte Notfallmischung (Rescue) beinhalte übrigens auch Aspen.

Heilströmen. In der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu gibt es einen Punkt zum Stabilisieren des Nervensystems. Er liegt an der Außenseite der Handgelenke. Wenn Sie sich diesen Punkt schon vor der Veranstaltung, auf dem Weg dorthin oder vor Ort halten, beruhigt das Ihre Nerven ebenfalls auf sanfte und nebenwirkungsfreie Weise. Probieren Sie es einfach aus.

Nun wünsche ich Ihnen, dass Sie Ihrem nächsten Restaurant-Besuch mit Freude entgegensehen und das gesellige Beisammensein genießen können. Sorgen Sie gut für sich und achten Sie Ihr Sosein. Und zu guter Letzt möchte ich noch erwähnen, dass auch viele „normal“ sensible Menschen davon profitieren, sich in Selbstfürsorge zu üben, ihre Nerven zu schonen und die eigenen Grenzen bewusst zu wahren.

Heuschnupfen ganzheitlich behandeln

Heilpraktiker Weinheim Psychotherapie

Alle Jahre wieder plagt viele Menschen eine saisonale Allergie. Wie kommt es eigentlich dazu, dass wir auf an sich harmlose Pollen oder Gräser so feindselig reagieren? Was können wir aus der körperlichen Reaktion lernen? Mit welcher Haltung wenden wir uns therapeutischen Verfahren zu? Und was kann man vorbeugend oder begleitend tun?

Auch wenn viele Abläufe im Körper bis ins Kleinste erforscht sind und beschrieben werden können, bleibt die Frage nach dem Warum häufig offen. Mir gefällt die Idee, dass hinter den leiblichen Vorgängen geistige Prinzipien zu erkennen sind. Dieses Grundkonzept ist unter dem Begriff Psychosomatik bekannt. Man geht davon aus, dass seelische Konflikte, die nicht gelöst werden, sich früher oder später auf der körperlichen Ebene zeigen. Der Patient „somatisiert“, das heißt, er verkörpert das seelische Malheur.

Unzählige Bücher befassen sich damit, wie bestimmte Beschwerden zu deuten sind. Aus dieser Lektüre kann man sich Anregungen holen, wie Analogien zwischen körperlichen und seelisch-geistigen Vorgängen grundsätzlich verstanden werden können. Eins zu eins auf jeden einzelnen übertragbar sind sie freilich nicht immer.

Das ist wie mit der Deutung eines Bildes im Rahmen der Kunsttherapie: Man darf den Menschen nicht außer Acht lassen, um den es gerade geht. Der Künstler, der eine Allergie in seinem Körper erschaffen hat, um etwas Bestimmtes zum Ausdruck zu bringen, ist wesentlich. Die Allergie ist wie jede andere Veränderung, die wir als Krankheit bezeichnen, eine Form des Selbstausdrucks.

Ein Praxisbeispiel

Eindrücklich habe ich diesen individuellen Bezug beim Heuschnupfen einer Patientin erlebt. Die zurückhaltende junge Dame reagiert auf Birkenpollen. Deshalb kam sie aber nicht in meine Sprechstunde. Um es mit meiner Sprache zu sagen, weil ich die Frau hier aus Gründen der Vertraulichkeit nicht wörtlich zitieren will: Sie möchte ihr Inneres der Außenwelt mehr zeigen. Das war im Grunde ihr Anliegen.

Aus diesem Zusammenhang heraus finde ich es äußerst einleuchtend, dass sie ausgerechnet gegen Birke allergisch ist. Dieser Baum zeigt als einziger mit seiner weißen Rinde nach außen einen Stoff, den alle anderen Baumarten hinter ihrer borkigen Schutzschicht behalten. Folgerichtig führt die Allergie schwerpunktmäßig zu Hautproblemen: Die obere Schicht schält sich regelrecht ab.

Ohne den zugrundeliegenden inneren Konflikt zu lösen, wird vermutlich das beste Allergiemittel nicht wirken können. Das Bewusstsein über die psychosomatischen Bezüge ist ein guter erster Schritt. Hilfreich werden voraussichtlich Medikamente und Methoden sein, die sowohl die körperlichen Erscheinungen als auch ihre seelischen Ursachen im Auge haben.

Psychoneuroimmunologie

Bewährt hat sich in Zusammenhang mit Allergien und anderen Merkwürdigkeiten des Immunsystems (Autoimmunerkrankungen wie z.B. MS, Lupus, Asthma, Gastritis, Hashimoto) ein 360-Grad-Blick.

Wie wir aus den Forschungsergebnissen der Psychoneuroimmunologie seit mehr als 20 Jahren wissen, hängen die Nerven, das Immunsystem und der Gemütszustand eng zusammen. Diese Wissenschaft belegt akribisch, was die Erfahrungsheilkunde seit Jahrhunderten weiß: Körper, Seele und Geist kann man bei der Betrachtung von Gesundheit und Krankheit nicht voneinander getrennt sehen. Sie stehen in ständiger Wechselwirkung.

Allergien verändern häufig ganz deutlich die Stimmung bei den Betroffenen, die sich dann auch anders benehmen als sonst – wie übrigens viele Erkrankungen zu einem typischen Krankheitsverhalten (sickness behavior) führen. Wir sollen nicht herumtollen wie junge Hunde, wenn unser Körper gerade mit einer Krankheit kämpft, sondern uns schonen und die Kräfte auf unsere Genesung konzentrieren. Deshalb sind wir müde und abgeschlagen, wenn wir einen Infekt haben. Die Natur hat unsere Reaktionen auf akute Beschwerden grundsätzlich sinnvoll eingerichtet.

Theorie und Praxis

Wenn wir aber von März bis Mai erschöpft sind, weil die Birkenpollen fliegen, ist das mit unserem modernen Verständnis von Lebensfreude und Leistungsfähigkeit schwer zu vereinbaren.

Die Wechselwirkung bedeutet auch, dass wir umgekehrt durch unsere seelische und nervliche Verfassung auf das Allergiegeschehen Einfluss nehmen können. Viele Betroffene klagen, dass „unter Stress“ die Symptome schlimmer werden. Wir brauchen daher oft eine Lösung für den Stress, wenn wir nach einer Lösung für die Allergie suchen.

Die Seele und die Nerven können wir durch geeignete Verfahren aus der Psychotherapie entlasten, manchen Patienten dienen auch Entspannungstechniken und Mediationen. Sanfte Helfer aus der Naturheilkunde sind die Bachblüten, die im Idealfall individuell zusammengestellt werden. Möglicherweise hilft die Bachblüten-Konstitution oder ein kinesiologischer Test, um herauszufinden, was dem Einzelnen jetzt am meisten dient.

Bachblüten und andere sanfte Helfer

Praxis Lichtblick Heilpraktiker Psychotherapie Weinheim
Foto: Thomas Kämpf ©Petra Weiß

Aus meiner Erfahrung eignen sich ein paar Bachblüten ganz besonders gut zur Linderung von allergischem Geschehen:

    • Scleranthus zur Entscheidung, was Freund und was Feind ist (Birkenpollen sind an sich ja harmlos)
    • Mustard wirkt der Abgeschlagenheit entgegen
    • Holly lindert reflexhafte „Dagegen“-Reaktionen, also Widerstände, die keinen Sinn (mehr) machen
    • Chestnut Bud unterstützt den Körper und die Seele dabei, neue Wege zu gehen

Lassen Sie sich in der Apotheke für kleines Geld eine Mischung herstellen: 2/3 Wasser, 1/3 Alkohol, je 3 Tropfen der jeweiligen Blüte aus der Stockbottle in eine 30 ml Pipettenflasche füllen, täglich 4×4 Tropfen einnehmen.

Starten Sie mit der Behandlung kurz vor der Allergiesaison und beenden Sie sie erst, wenn der Pollenflug vorüber ist.

Alchemie.

Eine intelligente Komposition zum Thema Freund-/Feind-Erkennung habe ich bei den Komplexmitteln des Frankfurter Apothekers Carsten Pötter gefunden. In einem alchemistischen Prozess fügt er verschiedene Pollen als Allergene mit pflanzlichen und mineralischen Mitteln zusammen. Bei Bedarf kann man die Therapie durch individuell gestaltete Affirmationen unterstützen.

Darmgesundheit.

Ebenfalls bewährt hat sich die Regulation der Darmtätigkeit bei Allergikern. Ob Sie Ihre Darmflora im Labor untersuchen lassen und gezielt die Bakterien „nachfüttern“, die fehlen. Oder ob Sie dem Darm eine allgemeinere Unterstützung zukommen lassen, wie beispielsweise eine pflanzliche Kur aus der anthroposophischen Apotheke, entscheiden Sie nach Ihren Vorlieben und Möglichkeiten. Ein Naturheilkundler begleitet Sie dabei mit seinen Fachkenntnissen und Erfahrungen.

Energiearbeit.

In der japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu liegen die Punkte zur Allergiebehandlung am Oberkörper auf beiden Seiten der Brustwirbelsäule. Diese Stellen eine Weile mit den Händen zu halten, kann Ihr Vorhaben auf der Ebene der Energiebahnen unterstützen. Keine Angst: Sie können rein gar nichts falsch machen. Legen Sie einfach Ihre Hände auf den Brustkorb rechts und links des Brustbeins, das geht im Liegen am bequemsten. Diese Punkte regulieren „zufällig“ auch den Appetit und helfen beim Loslassen von altem Groll, der in die Vergebung gebracht werden will. Vergebung ist ein Kapitel für sich, über das ich zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlich berichten werde.

Gedanken zur Desensibilisierung

Ob man sich für eine sogenannte Desensibilisierung entscheiden will, ist Geschmackssache. Ich habe in meiner Praxis noch keinen einzigen Patienten erlebt, der durch solch ein Verfahren dauerhaft von seiner Allergie befreit worden wäre. Dabei leuchtet mir das Konzept aus homöopathischer Sicht sehr wohl ein: Man konfrontiert den Körper mit dem „Feind“ in winzigen Dosen, sodass er lernt, dass er mit der Bedrohung umgehen kann.

Die Behandlung ist leider in ihren Ergebnissen so wenig überzeugend und auf eine derart lange Dauer angelegt, dass die meisten Menschen sie logischerweise vorzeitig abbrechen. Und dann gibt man ihrem Mangel an Durchhaltevermögen die Schuld für das Nichtgelingen.

Irgendwie kommt mir die verdrehte Logik bekannt vor: Wenn Du nicht noch mehr von dem Nutzlosen nimmst, kann es ja nicht wirken. Selber schuld!

Natürlich erhebe ich keinen Anspruch auf die Vollständigkeit meiner Erfahrungen. Wenn Sie eine Desensibilisierung mit nachhaltigem Erfolg gemacht haben: Glückwunsch! Ich freue mich für Sie.

Umgang mit dem eigenen Körper

Aus der Traumatherapie ist mir jedoch bewusst, wie fein dosiert solche Impulse sein müssen, damit der gewünschte Effekt eintreten kann. Ansonsten läuft man Gefahr, eine Traumareaktivierung auszulösen oder eine „Normopathie“ zu erzeugen.

Ähnlich wie bei Traumapatienten, die nach einer Verhaltenstherapie zwar das gewünschte Verhalten an den Tag legen, sich dafür aber maximal von ihren Empfindungen abspalten müssen. Das schaut dann zwar vordergründig so aus als hätte man das Problem überwunden. Die Ursache bleibt davon aber unberührt und kann noch andernorts Schaden anrichten.

Tatsächlich ist die Botschaft dieses desensibilisierenden Therapiekonzepts aus psychosomatischer Sicht fraglich: Man setzt den Menschen einer (Dauer-)belastung aus mit dem Ziel, dass er darauf früher oder später nicht mehr reagieren wird.

Das Wort Desensibilisierung spricht Bände: „Stell Dich nicht so an, sei nicht so empfindlich!“ Ist das die Haltung, mit der Sie Ihrem Körper begegnen wollen? Meinen Vorstellungen von liebevoller Selbstfürsorge entspricht sie nicht.

Blutgruppe und Ernährung

Zu guter Letzt will ich noch auf eine allgemeine Entzündungsneigung aufmerksam machen, die durch eine nicht typgerechte Ernährung bedingt sein kann. Stille Entzündungen schleppen viele Menschen tagein, tagaus mit sich herum. Und wenn dann im Frühjahr noch das Allergen dazu kommt, dann zeigen sich die Maläsen.

Die feurige Blutgruppe 0 ist anfällig für Entzündungen – ebenso wie ihre abgemilderten Varianten A0 und B0, die im schulmedizinischen Laborbefund neben AA und BB unter den Sammelbegriffen A und B geführt werden. Fragen Sie Ihre Eltern, ob jemand Blutgruppe 0 hat, wenn Sie A oder B im Blutspenderausweis oder im Mutterpass stehen haben. Dann hat man Ihnen von dieser Seite sicher auch ein feuriges Gen vererbt.

Für Menschen „mit Feuer im Blut“ kann es langfristig sehr entlastend sein, die Ernährung schrittweise umzustellen. Weizen und Milchprodukte vertragen Sie entweder offensichtlich oder eher subtil nicht gut. Die enthaltenen Lektine verkleben mit den Bestandteilen des Blutes in der Blutbahn und in den Organen. Das hat verschiedene Auswirkungen, eine davon ist eine Irritation des Immunsystems, die unter anderem zu Allergien führen kann.

Selbst wenn Sie schon einige Diäten versucht haben, kann eine Blutgruppen-orientierte Ernährungsumstellung vielleicht ein wichtiger Mosaikstein für Sie sein. Die beiden konkreten Beispiele oben dienen der Veranschaulichung. Das Konzept ist natürlich weitaus komplexer. Holen Sie sich bei Bedarf fachkundige Unterstützung, brechen Sie nichts übers Knie und vor allem: Zwingen Sie sich nicht zu irgendeiner Kostform, die Ihnen zutiefst zuwider ist.

Auch das ist eine Frage der grundsätzlichen Haltung. Meine Überzeugung ist, dass der Körper gute Gründe hat, bestimmte Gewohnheiten nicht loslassen zu wollen, selbst wenn sie offensichtlich schädlich sind. Dann muss man herausfinden, welchen Zweck sie erfüllen, bevor sie gehen können. Vermutlich fehlt etwas Wichtiges. Bleibt es unbeachtet, kompensiert man sonst das Fehlende mitunter auf eine noch schädlichere Weise.

Im Bewusstsein liegt die Lösung

Wie immer spreche ich mich für einen bewussten Umgang mit dem Körper und dem Seelisch-Geistigen aus. Hinterfragen Sie das Konzept Ihrer Behandlung, vor allem, wenn sie auf Langfristigkeit ausgelegt ist oder ein Vermögen kosten soll. Schöpfen Sie alle Möglichkeiten der Selbsthilfe aus, die Ihnen sinnvoll und sympathisch erscheinen. Und lassen Sie sich punktuell oder phasenweise von jemandem Unterstützen, der Ihr Vertrauen verdient hat.

Vielleicht gibt Ihnen Ihre Allergie einen wichtigen Hinweis darauf, dass Sie in Ihren Beziehungen prüfen, wer wirklich Ihr Freund ist – auch in der Zusammenarbeit mit einem Therapeuten.

Sie haben eine berechtigtes Interesse daran, Fortschritte erkennen zu können und die Sinnhaftigkeit einer Behandlung beurteilen zu wollen. Lassen Sie nicht locker bis Sie sich eine eigene Meinung bilden können, die auf sachlichen Informationen und einem guten Bauchgefühl begründet ist.

Text: Petra Weiß
Foto: Oliver Mohr / PIXELIO

Sommerhitze – was tun?

Praxis Lichtblick Heilpraktiker Psychotherapie Weinheim
Foto: Petra Weiß

„Wann wird´s mal wieder richtig Sommer?“ fragte Rudi Carrell singend den 1970er-Jahren. Die Frage stellt sich heute nicht. Jetzt haben wir ihn: den Sommer mit allem, was dazu gehört. Viele stöhnen unter der ungewohnten Hitze. Unser Kreislauf ist mit der Regulation der Temperatur gut beschäftigt, Konzentration und Leistungsfähigkeit lassen nach. Wir schwitzen. So mancher würde gerne hitzefrei machen und zum See fahren. Das wäre die Ideallösung. Was können wir aber tun, wenn wir trotz Bruthitze in den nächsten Tagen arbeiten müssen? Ich habe ein paar praktische Tipps für Sie zusammengestellt.

Elemente gezielt regulieren

Gemäß der 4-Elemente-Medizin gehört die Sommerhitze – surprise, surprise! – zum Feuerelement. Menschen mit konstitutionellem Feuermangel blühen bei wärmeren Temperaturen regelrecht auf, vor allem, wenn sie nicht ausgerechnet Blutgruppe Null haben. Aber auch das hat Grenzen. Bei über 30 Grad kommt auch ihre Regulationsfähigkeit irgendwann an ein Limit. Für alle gilt, wenn die Hitze unangenehm wird: Feuerelement reduzieren und Wasserelement zuführen.

Feuer mäßigen. Alles was zusätzlich befeuert, ist im Hochsommer nicht dienlich. Meiden Sie daher scharfe Speisen, allzu heiße Getränke, fettiges Essen und die Farbe Rot. Falls Ihr täglicher Fitmacher Kaffee ist, prüfen Sie Alternativen oder reduzieren Sie die Menge, insbesondere am Nachmittag. Es können sonst „feurige“ Symptome (Herzklopfen, Schweißausbrüche, Sodbrennen) auftreten, die bei demselben Kaffekonsum an kälteren Tagen nicht vorkommen.

Die Schilddrüse wird dem Feuerelement zugeordnet. Wenn Sie Schilddrüsenhormone einnehmen, beeinflusst das die Elementebalance im Gesamtsystem. Thyroxin befeuert. Das soll es ja auch. Wenn aber gleichzeitig das Feuer von außen in Form von Hitze steigt, kann das Anpassungen notwendig machen. Besprechen Sie alle Änderungen in der Medikation, insbesondere in der Dosis, vorab mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Auch Leistung fördert das Feuerelement. Daher ist es durchaus sinnvoll, in dieser Zeit einen Gang zurück zu schalten. Die meisten können nicht einfach Feierabend machen, wann es ihnen beliebt,  aber viele haben Gleitzeit. Nutzen Sie diese Freiheit, um den Tagesablauf Ihren Bedürfnissen bestmöglich anzupassen. Auch Mini-Pausen sind hilfreich. Schlendern Sie ab und zu in die Kaffeeküche. Beachten Sie Ihr Tempo. Die „normale“ Hetze kann jetzt einfach zu viel sein. Gehen Sie etwas langsamer als gewöhnlich. Lassen Sie sich für alles ein bisschen mehr Zeit. Ruhen Sie zwischendrin mal als. Die Anspannung im Beruf lässt sich nicht immer gut regulieren. Verschärfen Sie Ihren Stress nicht zusätzlich durch Termine für Freizeitaktivitäten, die Sie unter Zeitdruck setzen.

Hitziges Gemüt. Für unsere Gemütsverfassung kann die Hitze ebenfalls eine Herausforderung sein. Die Belastung macht sich im Nervensystem bemerkbar. Manche Menschen sind gereizter als sonst. Wut gehört zum Feuerelement. Seien Sie gnädig mit sich und mit Ihren Mitmenschen so gut Sie das im Moment eben können. Ein Trick aus dem Jin Shin Jyutsu (siehe weiter unten) ist das Halten des Mittelfingers, wenn wir merken, dass unser Ärger überhandnimmt.

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Foto: Petra Weiß

Wasserelement fördern. Wasser ist der natürliche Gegenspieler zum Feuer. Deshalb haben wir im Sommer in der Regel mehr Durst. Trinken Sie reichlich. Ich nenne hier keine Literzahl, da die ideale Trinkmenge höchst individuell ist. Allerdings ist sie bei Hitze für uns alle höher als an kälteren Tagen. Am besten nehmen Sie ein hochwertiges Wasser, das der Körper gut verarbeiten kann, z.B. St. Leonhardt. Wässer ohne Kohlensäure kann man müheloser in größeren Mengen trinken. Achten Sie aber vor allem darauf, dass das Wasser Ihnen mundet. Die Geschmäcker sind gemäß des Mineraliengehalts unterschiedlich. Bei einem schmackhaften Getränk ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Sie eine ausreichende Menge zu sich nehmen.

Notfalls weichen Sie z.B. auf Eistee oder Limonade aus, falls Sie eine Abneigung gegen pures Mineralwasser haben sollten. Beides kann man prima selbst herstellen und das empfiehlt sich sehr. In handelsüblichen Getränken ist häufig viel zu viel Zucker enthalten oder schlimmer: künstliche Süßungsmittel und andere unnötige Zusatzstoffe. Rezepte für Eistee und Limonade finden Sie bei www.chefkoch.de Ich selbst verwende eine ganze einfache Ahornsirup-gesüßte Schwarzteemischung mit etwas Limettensaft.

Lavendel oder Zitronenmelisse eignen sich hervorragend als Teegrundlage oder –beimischung. Vielleicht sogar aus dem eigenen Garten oder aus dem Blumentopf auf dem Fensterbrett frisch gerupft. Als Limonade werfe ich in eine Kanne Sprudelwasser ein paar tiefgefrorenen Himbeeren sowie Zitronenscheibchen und rühre etwas Holunderblütensirup dazu.

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Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Meerwasser und noch mehr Wasser. Auch Wasser in der Umgebung ist nützlich. Deshalb zieht es so viele an den See oder ins Freibad. Selbst ein Fluss, in den man gar nicht springt, dient dem Wasserelement. Die meisten von uns können leider nicht so oft draußen sein wie uns das gut täte. Wenn Sie das wollen, dann weichen Sie auf sicht- und/oder hörbare Wasserqualität aus: Nutzen Sie Meeresmotive zur Dekoration oder als Bildschirmschoner für PC und Smartphone. Betreiben Sie einen Zimmerbrunnen. Genießen Sie das sanfte Plätschern. Auch sanft plätschernde Musik hat diese Qualität. Hören Sie z.B. leise Klaviermusik.

Die Farbe Blau stärkt das Wasserelement ebenfalls. Bestenfalls tragen Sie blau. Wenn das nicht geht, schauen Sie auf blaue Flächen oder stellen Sie sich Blau einfach als Visualisierung vor.

Viele weitere praktische Tipps zum Regulieren der Elemente finden Sie in dem Patientenratgeber „Gesundheit gestalten mit den 4 Elementen“, das ich gemeinsam mit Dr. med. Peter Vill geschrieben und 2016 im M.A.M. Verlag veröffentlicht habe.

Naturheilkundliches zum Cool-down

Jin Shin Jyutsu ist eine einfache und nebenwirkungsfreie Heilkunst aus Japan, die sich daher bestens zur Selbstbehandlung eignet. Sie hat vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Unter anderem gibt es einen Griff, den man zum Regulieren der Körpertemperatur nutzen kann: Sie berühren einfach die Außenseite Ihres linken Knies. Sie dürfen auch drücken, aber das müssen Sie nicht. Die reine Berührung genügt, um den Punkt zu aktivieren. Halten Sie ihn für zwei Minuten. Sie dürfen ihn bei Bedarf auch länger halten und zwar so oft Sie wollen, es gibt bei dieser Methode keine Überdosis. Wichtig ist, dass Sie sich eine bequeme Position suchen. Für manche ist das im Sitzen am vorteilhaftesten, andere bevorzugen eine liegende Position mit angewinkelten Beinen. Probieren Sie aus, was Ihnen am besten entspricht.

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Foto: Thomas Kämpf

Bachblüten wirken sanft und kraftvoll. Gleichzeitig haben Sie keine Risiken oder Nebenwirkungen. Für die Sommermonate fallen mir als erstes die Bachblüten Impatiens, Olive und Oak ein. Diese Blüten lindern Ungeduld und nehmen ein hitziges Temperament etwas zurück. Außerdem unterstützen sie uns dabei, unseren ehrgeizigen Zielen gegenüber mehr Gelassenheit zu entwickeln und nicht dauernd unsere eigenen Grenzen zu überschreiten.

Auch die Reihe Vervain, Hornbeam und White Chestnut eignet sich für warme Tage. Sie hilft uns, aus unserer Überaktivität herauszufinden, körperlich, seelisch und geistig. Auch Erschöpfung, die aus übermäßiger Aktivität resultiert, wird gelindert. Vervain lässt sich alternativ oder ergänzend mit Agrimony und Sweet Chestnut kombinieren, falls der Überaktivität eine Phase der Verdrängung vorausgegangen ist oder wenn ihr ein Zustand der Verzweiflung folgt.

Wählen Sie nach Studium der Arzneimittelbilder oder intuitiv die passende Blüte oder die passenden Blüten für sich aus. Sie erhalten entsprechende „Stockbottels“ sowie Empfehlungen zur Einnahme in der Apotheke. Oder Sie lassen sich dort eine Bachblüten-Mischung herstellen. Ich selbst mische mir Bachblüten auch gerne ins Trinkwasser oder in meine Kosmetika. So erfolgt die tägliche Verwendung ohne jeden Mehraufwand. Drei Tropfen z.B. ins Rosenwasser oder ins Duschgel, die Lösung durch Schütteln gut vermischen und fertig ist die alltagstaugliche Bachblüten-Therapie.

Erfrischungs-Kick für Zwischendurch

Weleda hat ein kühlendes Gel für die Beine entwickelt: Venadoron ist eine fettfreie Emulsion, die rasch einzieht. Daher eignet sie sich gut für den kleinen Fresh-up zwischendurch. Ich habe sie früher oft bei Messeeinsätzen genutzt, wenn die Beine wirklich strapaziert waren und kann sie aus eigener Erfahrung empfehlen.

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Foto: Pixeldiary / pixelio.de

In Indien wird Rosenwasser dem Trinkwasser beigemischt, um einen kühlenden Effekt zu erzielen. Das können Sie auch tun, wenn es Ihnen mundet und Sie es vertragen. Alternativ verwende ich gerne Rosenwasser als erfrischendes Spray zum Auftragen auf dem Körper, z.B. von der Firma Tautropfen. Es hinterlässt einen ganz dezenten Duft, der rasch verfliegt. Sie sind nicht „parfümiert“.

Die empfindsamere Haut im Gesicht braucht möglicherweise separate Pflege. Ein schneller Frische-Kick für zwischendurch ist das Gesichtstonikum von Dr. Hauschka. Der Zerstäuber zaubert einen super-feinen Regen auf die Haut.

Alle empfohlenen Produkte sind zertifizierte Naturkosmetik. Sie sind im Bio-Supermarkt und in manchen Apotheken erhältlich. Ich erhalte keine Vergütung für meine Empfehlungen.

Kühlung durch Wind

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Foto: Petra Bork / pixelio.de

Cabriofahren ist im Sommer sehr beliebt. Der Fahrtwind trägt dazu bei, dass unser Schweiß rascher verdunsten kann, so dass er seine kühlende Wirkung besser entfaltet. Dieses Prinzip nutzen wir auch beim Einsatz von Ventilatoren. Ich selbst verwende sehr gerne einen Fächer, um diesen Effekt zu erzielen. Er verbraucht keine Energie und ist überall einsetzbar. Modelle aus Holz und Karton sind z.B. bei Zehender Kunsthandwerk in Weinheim erhältlich. Der Fächer passt in jede Handtasche und hat schon so manchen Biergartenbesuch erträglicher gemacht.

Meine Geheimtipps für kühlenden Genuss

Wenn wir uns fragen, was wir bei den Temperaturen am besten verzehren sollen, lohnt sich ein Blick auf die Speisenkarten in wärmeren Gefilden. In der sogenannten Mittelmeerkost spielen wasserreiche Gemüsesorten eine wichtige Rolle. Mit Zucchini, Tomate & Co. sind Sie gut bedient.

Heilpraktiker Psychotherapie Weinheim
Foto: Sandra Borchert / pixelio.de

Mein Geheimtipp für Sommerabende und gerne gesehen auch bei Einladungen zu Grillfesten ist die aus Spanien stammende Gazpacho. Auf Chefkoch finden Sie eine Variante aus Andalusien, die Sie gemäß Ihren persönlichen Vorlieben abwandeln können. Die Kaltschale aus Tomate, Paprika und Gurke ist im Mixer oder mit dem Pürierstab rasch zubereitet. Wer es noch schneller braucht oder kalte Tomatenschale seiner Verdauung nicht zumuten will, nimmt einfach Passata aus dem Glas. Zur besseren Verträglichkeit brate ich Zwiebeln und Knoblauch vorher in Olivenöl bis sie glasig werden und lasse den Paprikaschote manchmal weg.

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Foto: Raimer Sturm / pixelio.de

Ein weiteres Highlight der Sommerküche sind Kokosprodukte als vegane Alternative zur Kuhmilch. Sie kühlen besser als tierische Milch, die ohnehin nicht für jedermann geeignet ist. Beispielsweise ist ein Kokosjoghurt mit Früchten und Müsli als erfrischendes Frühstück gut geeignet. Und eine thailändische Gemüsepfanne mit Reis (Wasserpflanze!) schmeckt mit ein bisschen Kokosmilch gleich noch viel mehr nach Urlaub. Kokosmus kann einen Smoothie sommerlich bereichern und auf die Kokosflocken über dem Spaghetti-Eis würde ich um nichts in der Welt verzichten wollen.

Sie müssen natürlich nicht alle Empfehlungen umsetzen. Nehmen Sie diejenigen Ideen für sich heraus, die Sie spontan ansprechen. Wandeln Sie gerne auch meine Tipps für sich passend ab. Mögen Sie lieber Reggae als Vivaldi – von mir aus!

Probieren Sie etwas aus und spüren Sie nach, ob das für Sie passend ist. Jeder darf seine eigene Strategie entwickeln, um gut mit der Sommerhitze umzugehen. Vielleicht sind Ihnen meine Impulse dabei dienlich. 

Grippe – nein Danke!

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Gut gewappnet durch die kalte Jahreszeit.
Foto: Martin Gebhardt / pixelio.de

In den Medien hört man alle Jahre wieder Schreckensmeldungen über bevorstehende „Infektionswellen“: Vogelgrippe, Schweinegrippe oder Influenza.

In der Sprechstunde werde ich immer wieder gefragt, was man aktiv tun kann, um einen Infekt zu vermeiden oder sich zu wappnen, damit man ihm im Fall der Fälle mit einer starken Abwehr begegnen kann.

Hier habe ich ein paar praktische Tipps für Sie zusammengestellt.

Dass um uns herum und in unserem Körper Viren, Bakterien und Pilze sind, bedeutet nicht, dass wir krank werden. Solche Erreger sind allgegenwärtig. Das Wunderwerk Mensch verfügt über eine ganze Reihe von ausgeklügelten Abwehrmechanismen, die im Normalfall sehr gut funktionieren. Werden wir trotzdem krank, sind noch andere Faktoren im Spiel, auf die wir durchaus Einfluss haben:

Bewegung in der Natur kann auch im Winter Freude machen.
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Lifestyle.

Die beste Abwehr gegen Infekte leistet ein intaktes Immunsystem. Dazu können Sie einiges selbst beitragen: Regelmäßige Bewegung – auch in der kalten Jahreszeit, angemessene Umgebungstemperatur und Kleidung, ausgewogene Ernährung und ein typgerechter Lebensstil mit einem gesunden Verhältnis von Anspannung und Entspannung sind das A und O. Was typgerecht bedeutet, ergibt sich aus der 4-Elemente-Auswertung für jeden individuell.

Körper-Seele-Geist.

Mittlerweile weiß man um die enge Verzahnung von Immunsystem, Nervensystem und Hormonsystem. Daraus wird immer klarer, warum es für den Körper dienlich ist, das Seelenleben zu entlasten. Die Wissenschaft der Neuropsychoimmunologie deckt diese Zusammenhänge forschend auf. Insofern sind alle Methoden hilfreich, die die seelische Balance fördern.

Gemütsverfassungen mit hohem Stresslevel, wie beispielsweise Angst, sind kontraproduktiv für eine gesunde Abwehr. Wenn Sie nicht gerade zur Risikogruppe mit geschwächtem Immunsystem gehören, (durch Chemotherpaie oder Immunsupression oder bei schweren Vorerkrankungen), schaden Sie sich mehr als es Ihnen nützt, sich wegen eines drohenden oder bestehenden Infekts verrückt zu machen.Und wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören, ergreifen Sie bitte sinnvolle Maßnahmen ohne Panik. Falls Sie die Angst ergreift, suchen Sie sich geeignete Hilfe. 

Meine Empfehlung: Vernünftige Vorsichtsmaßnahmen ja. Hysterie nein!

Hygiene.

Viel Leid durch Seuchen hätte man in früheren Epochen der Menschheitsgeschichte vermeiden können, wenn die Übertragungswege bekannt gewesen wären. Eine einfache und wirkungsvolle Maßnahme ist immer noch das Händewaschen: 30 Sekunden mit normaler Seife.

Desinfektionsmittel fürs tägliche Händewaschen zu nutzen, ist im normalen Hausgebrauch nicht sinnvoll. Sie zerstören damit den natürlichen Schutzmantel der Haut. Um diesen zu fördern, sind jetzt Handcremes – bitte zertifizierte Naturkosmetik – wichtig. Gesunde Haut trägt zur Infektabwehr mehr bei als spröde, trockene oder rissige Hände.   

Noch ein praktischer Hygiene-Tipp: Fassen Sie sich unterwegs nicht so oft ins Gesicht. Erreger finden ihren Weg in den Körper am einfachsten von den Händen über die Schleimhäute von Auge, Nase und Mund.

Schleimhautbarriere.

Unsere Häute und Schleimhäute sind dafür gewappnet, Krankheitskeime abzuwehren, die in den Körper eindringen könnten. Die Schleimhäute müssen dazu feucht genug sein. Trinken Sie also hinreichend und lassen Sie die Luft in beheizten Räumen nicht austrocknen. Luftbefeuchter oder regelmäßiges Lüften sind zweckdienlich. Aber bitte lassen Sie die Räume nicht auf Nordpol-Niveau auskühlen. Das Wort Erkältung kommt von Kälte.

Falls Sie zu allergischen Reaktionen im Mund-/Nasen-/Rachenraum neigen, meiden Sie Ihre bekannten Allergene in dieser Zeit besonders konsequent, wenn das möglich ist.

Mikronährstoffe. Eine ausgewogene Rundumversorgung mit Mikronährstoffen unterstützt den Körper bei der Infektabwehr: Ich selbst gönne mir ganzjährig jeden Tag ein hochwertiges Vitalstoffpräparat, im Winter erhöhe ich die Dosis. Achten Sie generell darauf, dass Nahrungsergänzungsmittel aus natürlichen Quellen stammen und prüfen Sie die Zusammensetzung. Bei allen Multiprodukten sind Vitamin C und Magnesium im Bedarfsfall noch zusätzlich einzunehmen. Magnesium empfehle ich nur bei entsprechenden Beschwerden (z.B. Krampfneigung) und wenn Erdelement nicht im Übermaß vorhanden ist.

Vitamin C dient so vielen Stoffwechselprozessen und ist gleichzeitig ein Radikalenfänger, dass es in der naturheilkundlichen Behandlung von Infekten schon lange einen festen Platz einnimmt. Lösen Sie 3 Mal täglich eine Messerspitze in Flüssigkeit auf. Trinken Sie reichlich Wasser nach, damit der Zahnschmelz nicht unter der Säure leidet. Mit der Dosis können Sie großzügig umgehen. Was überschüssig ist, scheiden gesunde Nieren problemlos aus. Ich empfehle ein naturnahes Produkt zu verwenden, z.B. Acerola-Pulver. Hier bitte nicht sparen! Billiganbieter züchten Vitamin C auf Pilzkulturen im Labor.

Heilpraktiker Weinheim
Von Oktober bis März reicht die Sonneneinstrahlung nicht für unsere Vitamin D Produktion. Foto: Petra Weiß

Der Großteil der Bevölkerung in Mitteleuropa ist schon im Sommer mit dem Sonnenvitamin D unterversorgt! Im Winter fehlt die Sonne, wodurch noch weniger Vitamin D im Körper produziert wird. Sogar für jeden Gesunden sind 2.000 IE (internationale Einheiten) Vitamin D während der Wintermonate empfehlenswert und bei nachgewiesenem Mangel sollte die Dosis 6.000 IE täglich betragen. Ich lasse bei meinen Patient*innen alle drei Monate den OH25-Spiegel im Blut prüfen, wenn sie Vitamin D in hohen Dosen einnehmen. Für rund 20 Euro gewinnt man Sicherheit und therapiert nicht auf Verdacht.

Bei bestimmten Krankheitsbildern (z.B. Autoimmunerkrankungen) reicht ein Vitamin-D-Spiegel nicht aus, der nur in der Norm liegt. Sondern man therapiert an die obere Grenze des Referenzbereichs – selbstredend unter Kontrolle der Laborwerte. Vitamin-D ist ein billiges „Medikament“. Es ist kaum zu glauben, dass dennoch in weiten Teilen der Bevölkerung eine Unterversorgung besteht! Nebenwirkungen durch Überdosierung sind in der Praxis kaum zu beobachten. Allein bei Kindern sollte man den Kalziumspiegel im Auge behalten, wenn man über längere Zeit mehr als 4.000 IE täglich verabreicht. Besprechen Sie solche Maßnahmen im Vorfeld mit ihrem naturheilkundlich orientierten Kinderarzt.

In 12 Jahren Naturheilpraxis habe ich mich nicht ein einziges Mal bei einem Patienten angesteckt. Mein Geheimtipp für stabile Schleimhäute (denn hier treten die Erreger in den Körper ein – oder eben nicht!) ist Zink. 25 mg Zinkorotat täglich schützen die Schleimhäute. Wenn Sie diese Dosis über sechs Wochen oder länger einnehmen möchten, ist es notwendig, parallel Kupfer, Mangan, Kalzium und Eisen zuzuführen, damit das Verhältnis ausgewogen bleibt. Mit einem guten Multivitalstoffpräparat ist das Problem gelöst.

Bienen-Power.

Honig, Gelee Royal und Propolis wirken antientzündlich, antiviral und antibakteriell. Nicht nur der überteuerte Manuka-Honig kann Ihnen als effektive Unterstützung für Ihr Immunsystem dienen, sondern auch einheimische Sorten. Honig wirkt effektiv einer Entzündung der Schleimhäute im Mund entgegen, wie zahlreiche Studien belegen. Intakte Schleimhäute sind die beste Infektabwehr, weil die Erreger erst gar nicht eindringen können.  Vorsicht ist natürlich bei Allergien auf Bienen-Gift geboten.

Zum Genesen brauchen wir Ruhe. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Gesunder Umgang.

Falls es dann doch zu einem Infekt gekommen ist, gibt es unterschiedliche Arten, damit umzugehen: Am wichtigsten ist es, den Körper in seiner Arbeit nicht zu behindern. Wägen Sie die Einnahme von unterdrückenden Medikamenten gewissenhaft ab. Das Laufen der Nase, das Abhusten des Schleims, die erhöhte Temperatur und andere Reaktionen sind sinnvoll und gesund. Sie helfen dem Organismus mit den Eindringlingen klarzukommen.

Ein gerütteltes Maß an Selbstfürsorge ist jetzt notwendig, damit Leistungsorientierung und Pflichtgefühl der Genesung nicht im Wege stehen. Lassen Sie Ihrem Körper ZEIT. Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht! Schalten Sie einen Gang zurück, stressen Sie Ihren Leib jetzt nicht mit Alkohol oder anderen Genussgiften und sorgen Sie für ausreichend Ruhe.

Medikamente.

Die naturheilkundliche Apotheke bietet kraftvolle und dennoch sanfte Arzneien zur Selbstmedikation. Sonnenhut (Echinacin) oder Umckaloabo stärken im Akutfall das Immunsystem. Die Anzahl der weißen Blutkörperchen wird erhöht und die Abwehrleistung dadurch gesteigert. Das Immunsystem in dieser Art anzuregen, ist oft eine äußerst hilfreiche Maßnahme. Vorsicht geboten ist allerdings bei Blutgruppe 0, wenn der Mensch gleichzeitig zu Überreaktionen des Immunsystems neigt, wie Allergien oder Autoimmunreaktionen. Sprechen Sie im Zweifel mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker.

Bei Infekten hat es sich bewährt frühzeitig ein pflanzliches Antibiotikum einzusetzen. Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel machen den Erregern in Bronchien und Nebenhöhlen den Garaus – ohne die Nebenwirkungen eines konventionellen Antibiotikums. Die Darmflora bleibt intakt und kann die Immunreaktion weiterhin unterstützen.

In meiner Praxis haben viele Patienten gute Erfahrungen mit den Präparaten der anthroposophischen Apotheke gemacht. Globuli aus Apis und Belladonna für beginnende Halsschmerzen oder Composita auf der Basis von Ferrum phosphoricum bei grippeähnlichen Symptomen haben sich seit Jahren bestens bewährt.

Praxistipp:

Nehmen Sie Homöopathika in Eigenregie? Falls die dritte Gabe noch keine Veränderung (seelisch, körperlich oder hinsichtlich des Allgemeinzustandes) gebracht haben sollte, beenden Sie die Einnahme. Sobald die Symptome weg sind, lassen Sie das Mittel ebenfalls sofort weg. Das nicht zu tun, sind die beiden häufigsten Fehler bei der Selbstmedikation mit homöopathischen Mitteln.

Ideal ist es, wenn ein erfahrener Homöopath das genau passende Kügelchen für Sie bestimmt. Denn damit können sich nicht nur die Erkältungssymptome auflösen, sondern auch seelische Dysbalancen und mitunter noch ganz andere Beschwerden – sozusagen als erfreuliche Nebenwirkung.

Je früher Homöopathie eingesetzt wird, desto rascher und umfassender kann sie wirken. Das Mittel für akute Beschwerden zu finden, ist in der Regel sehr viel einfacher und treffsicherer als für chronische Erkrankungen. Rasche Klarheit bringt im Zweifel ein kinesiologischer Test.

Ein beliebter Fehler – in der Selbstmedikation und auch in der Therapie – ist es, Homöopathika einzusetzen, wenn der Körper bereits auf einem guten Weg ist, die Krankheit zu bewältigen. Ist der Höhepunkt der Erkrankung überschritten und die Symptome sind im Abklingen, sind Geduld und Vertrauen in die Selbstheilungskräfte gefragt. Das ist sowohl für die Patienten als auch für die Homöopathen eine Herausforderung.

Bewährte Hausmittel unterstützen die Genesung. Foto: Rike / prixelio.de

Hausmittel.

Ansteigende Fußbäder, Inhalationen, Wickel, Zwiebelsäckchen und vieles, was die Großmutter noch wusste, haben auch heute noch einen Stellenwert in der Behandlung von Erkältungskrankheiten verdient. Fragen Sie Ihre Oma oder recherchieren Sie im Internet. Tees z.B. mit Ingwer, Thymian oder Salbei sind die Klassiker für den wehen Hals. Kaufen Sie Produkte in Bioqualität (ohne Pestizidbelastung), legen Sie einen Deckel auf die Tasse, damit die ätherischen Öle nicht verdampfen, und gehen Sie maßvoll mit dem Arzneimittel Tee um.

Noch ein Praxis-Tipp:

Literweise und ganzjährig Kräutertees zu trinken, ist nicht sinnvoll. So mancher hat sich durch den übermäßigen Genuss von Kamillentee schon einer unfreiwilligen Arzneimittelprüfung von Chamomilla unterzogen. Kräutertees mit arzneilicher Wirkung sind genau das: wirkungsvolle Medikamente – und entsprechend gezielt und bewusst sollten sie eingesetzt werden.

Arzt:

Selbstverständlich konsultieren Sie Ihren Hausarzt, falls Ihre Beschwerden anhalten oder in ihrer Heftigkeit von den Ihnen bekannten Erkältungsbeschwerden abweichen. Seien Sie besonders wachsam, wenn Ihr Immunsystem durch Medikamente oder schwere Erkrankungen beeinträchtigt ist. Alle anderen vermeiden bitte jeden Anflug von Hysterie. 

Dont´panic!

Sie sehen selbst: Wir haben (grippalen) Infekten einiges entgegenzusetzen, das nebenwirkungsarm und relativ kostengünstig gleichzeitig vielen anderen Krankheiten vorbeugt. Gehen Sie sorgsam und bewusst mit Ihrem Körper um!

Lesen Sie hier meinen noch immer aktuellen Bericht zur Grippehysterie in 2013:

Lohnenswert nur für die Hersteller

Erinnern Sie sich: Wochenlang wurde in Radio, TV und Zeitungen von der Vogelgrippe berichtet, so wie vormals vor der Schweinegrippe. Viele Menschen fühlten sich von der Erkrankung bedroht und einige hamsterten Medikamente, von denen sie im Ernstfall Hilfe erhofften. Die Grenzen zwischen Vorsorge, Panik und Hysterie waren zeitweise recht verschwommen. Und die Massenmedien trugen ihren Teil dazu bei.

Natürlich ist es tragisch, wenn Menschen an einer Infektion sterben. Aber in den Medien wurden diese Einzelfälle so dargestellt, als werde die Welt in kürze von einer schrecklichen Pandemie heimgesucht. In Windeseile wurden Medikamente produziert und auf Kosten der Steuerzahler auf Halde gelegt. Die Epidemie blieb dann aus und man fragt sich, ob wir das den Erzeugern von Tamiflu & Co zu verdanken haben.

Nun meldet der elektronische Nachrichtendienst der Frankfurter Allgemeine Zeitung faz.net einen ernüchternden Rückblick: Einen halben Tag Krankheitsgeschehen ersparten die teuren Arzneien den Patienten laut einer aktuellen Meta-Studie der Conchrane Collaboration. Im Durchschnitt litten die Betroffenen 6,5 statt 7 Tage an den Grippe-Symptomen. Und auch die befürchteten Komplikationen traten bei Menschen mit der Medikation nicht seltener auf als ohne.

Naturheilkundler fordern die Förderung von bewährten Heilpflanzen wie der Zistrose, deren Wirkstoffe nachweislich die Infektionsrate bei Grippe verringern, die Ausbreitung der Viren hemmen und die Krankheitsdauer deutlich verkürzen – und das zu einem Bruchteil der Kosten.

Erstveröffentlichung: Signal 2/2014 Haug-Verlag Stuttgart,
gekürzte Fassung für Lichtblick-Blog 2019

Intuitiv essen – dem Körper (wieder) vertrauen

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Gesunden Genuss kultivieren. Foto: Bernd Kasper / pixelio.de

Die meisten Menschen kennen das: Sie wünschen sich, ein paar Pfund Körpergewicht loszulassen. Für dieses Ansinnen gibt es vielfältige Gründe. Sinnvoll kann das sein, um sich in seinem Körper wohl zu fühlen oder um die Gesundheit zu unterstützen. Allerdings ist unser Wohlfühlen häufig geprägt von falschen Vorbildern und um das für die Gesundheit optimale Gewicht ranken sich allerlei Legenden. Manche Studien belegen, dass nicht die Anzahl der Kilos entscheidend ist, sondern hohe Schwankungen auf der Waage weniger vorteilhaft für die Gesundheit sind als Stabilität.

Seit ich mich mit Homöopathie beschäftige ist mir klar, dass es ganz unterschiedliche Typen gibt und dass die Grundstatur eines Menschen gottgegeben ist. Aus einer Marylin Monroe wäre keine Twiggy geworden, ganz gleich welche Diät sie gemacht und wie viel sie sich bewegt hätte. „Wer will das schon?“ werden Sie vielleicht fragen. Der Magerwahn hatte seinen Zenit in den 1990er Jahren erreicht, als Kate Moss im „Heroin Chic“ über den Laufsteg klapperte. Eine magersüchtige 14-Jährige als optisches Vorbild für erwachsene Frauen zu wählen, war nur die Spitze des Eisbergs.

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Einem Idealbild nachzulaufen, dient uns nicht.
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Orientieren Sie sich nicht an anderen.

Aber orientieren Sie sich auch nicht an einem längst überholten Selbstbild. Sind Sie in den Wechseljahren und wollen Sie wieder aussehen wie mit 20? Vergessen Sie´s! Der Körper verändert sich im Laufe der Jahre. Das ist vollkommen normal. Sie haben keine andere Wahl, als das zu akzeptieren. Es sei denn Sie verfügen über ein dickes Scheckbuch und einen plastischen Chirurgen mit Geschäftssinn. Wo das endet, sehen wir bei so manchem Star oder Sternchen. Ja, es gibt sie, die Menschen, die nach einer Schönheits-OP mit sich zufrieden sind. Aber sie sind in der Minderzahl. In der Regel folgt eine Operation der nächsten solange das Geld reicht und sich ein skrupelloser Arzt findet. Oder der Frust wird noch größer als vorher, weil man auch mit der perfekt gestylten Nase, dem flachen Bauch, den dünneren Schenkeln etc. noch immer nicht aussieht wie Audrey Hepburn, Jane Fonda oder Pamela Anderson – geschweige denn sich so fühlt.

Spuren der Zeit.

Von meinen Freundinnen höre ich immer wieder, dass ihre Figur unter der Schwangerschaft gelitten habe. Natürlich zehrt es Lebenskraft, wenn der Körper solch ein Wunder vollbringt. Aber ich kann Ihnen versichern, dass Sie auch ohne Baby gealtert wären. Selbst an kinderlosen Frauen und sogar an Männern nagt der Zahn der Zeit. Spätestens in den Wechseljahren zeigt sich das an der Gewebestruktur. Wenn man es tatsächlich schafft, die angestrebte Gewichtsreduktion zu erreichen, heißt das noch lange nicht, dass man damit besser ausschaut – insbesondere jenseits der 40.

90-60-90 und andere Märchen.

Falls Sie Gewicht verlieren wollen, um dem gängigen Schönheitsideal näher zu kommen, kann ich Ihnen davon nur abraten. Versuchen Sie nicht, jemand zu sein, der Sie nicht sind. Gesetzt der Fall, Sie könnten tatsächlich den gewünschten Body-Mass-Index, die angepeilte Kleidergröße, den idealen Körperfettanteil oder das Wunschgewicht erreichen: Die Chancen stehen hoch, dass Sie dann noch immer keinem Schönheitsideal entsprechen. Warum dann so viel Energie darauf richten, in diesem Punkt einem Wunschtraum hinterherzulaufen, für den Sie nicht gemacht sind?

Die wenigsten von uns haben die Anlagen für sogenannte Idealmaße von 90-60-90. Schon allein an diesem Daten sieht man auf den ersten Blick: Hier handelt es sich um eine X-Figur (Schultern bzw. Oberweite und Hüften gleich breit, Taille deutlich schmaler). Sie haben aber mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht den dafür entsprechenden Körperbau. Denn es gibt noch viele andere Erscheinungen. Vielleicht sind Sie ein A-Typ (schmale Schultern, breite Hüften), oder der H-Typ (oben und unten schmal, keine deutliche Taille) oder der O-Typ (schmale Arme und Beine, starke Mitte) oder ein Y-Typ (schmale Hüften, breite Schultern) oder, oder, oder. Die Natur hat den Menschen mit einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Körpermerkmalen ausgestattet. Evolution basiert auf Vielfältigkeit. Das ist gut und richtig so.

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Hilfreich ist es, ein realistisches Bild von sich selbst zu haben.
Foto: C.Kleger / pixelio.de

Wieder ich selbst.

So viel Vorrede braucht es, um Ihre Motivation auf den Prüfstand zu stellen. Schauen Sie in den Spiegel und denken Sie so etwas wie: „Das bin ich nicht. Bevor ich mit dem ganzen Diäten-Wahnsinn begonnen habe, habe ich mir besser gefallen.“ Oder „Bevor meine Schilddrüse schlapp gemacht hat, war ich ganz anders.“ Oder „Vom Kummerspeck seit dem letzten Verlusterlebnis will ich mich befreien.“ Dann sind Sie hier richtig! Die Ernährungsweise, über die ich schreiben will, hilft Ihnen nicht beim Schlankwerden. Sie bringt Sie zurück zu Ihrer von Natur aus für Sie gedachten Figur.

Das funktioniert verblüffend gut, wenn Sie mit sich selbst und ihrem Körper in Kontakt sind. In vielerlei Hinsicht ist es erstrebenswert, sich zu spüren, seinen Körper und die Signale, die er aussendet, wahr und ernst zu nehmen. Das ist generell ein Weg zu mehr Lebensqualität, Gesundheit und Vitalität. Daher lohnt es sich sehr, in dieses Ziel Zeit, Energie und Aufmerksamkeit zu investieren.

Die Gralssuche.

Das Thema Ernährung ist ein Garant für Zuhörer in Vorträgen, für hohe Auflagen bei Zeitschriften und unzählige Klicks bei Online-Veröffentlichungen. Offensichtlich wollen viele Leute wissen, wie sie sich ernähren sollen. Haben Sie sich darüber schon einmal Gedanken gemacht? Wir finden es normal, dass uns jemand sagt, was wir wann und wie zu essen haben. Wir betteln regelrecht darum. Wenn Ihnen Ihr Partner mit solcher Penetranz Empfehlungen für derart persönliche Lebensentscheidungen geben wollte, würden sie diese von sich weisen und wären empört – zu Recht! Dass aber wildfremde Menschen über Ihre Ernährung entscheiden, das lassen Sie sich gefallen. Warum ist das so?

Unerreichbar schön.

Tagtäglich bekommen wir ein Ideal vor Augen gehalten, das für 98 % der Bevölkerung nicht erreichbar ist. Das hat System. Hier wird ein Bedürfnis erzeugt. Wir wollen alle so glücklich und schlank und fidel sein wie die Menschen, die wir in der Werbung, in den Filmen, in den Magazinen ständig sehen. Das ist gut für die Wirtschaft. Wir kaufen Bauch-Weg-Unterwäsche, Eiweißdrinks, lesen Ratgeber, buchen Ernährungs-Coachings, rennen in Fitness-Studios und zum Treffen einer Abnehm-Gruppe. Millionen Euros geben wir alle jährlich für eine Illusion aus. Und wir richten unsere Aufmerksamkeit darauf, statt uns um Dinge zu kümmern, die vielleicht weitaus wichtiger und ganz sicher hoffnungsfroher wären. Möglicherweise ist das die moderne Brot-und-Spiele-Version fürs Volk. Auf jeden Fall werden wir manipuliert, sobald wir den Fernseher einschalten. Und dann geht das Bemühen los. Wir stellen unseren Speiseplan um – auf vegan, auf low carb, low fat, auf Trenn- oder Rohkost. Wir essen nur noch vor 18 Uhr oder nur danach, reglementieren die Anzahl der Mahlzeiten, takten die Nahrungsaufnahme nach der Uhr, zählen Kalorien oder Punkte. Und je mehr wir uns an die Vorschriften halten, desto weniger haben wir damit Erfolg. Das stimmt nicht ganz. Es gibt natürlich immer Leute, die genau diejenige Kostform finden, welche ihren natürlichen Bedürfnissen optimal entspricht. Diese wenigen sind dann damit erfolgreich und werden als Gallionsfigur präsentiert. „Schaut her, ich habe es geschafft, das können auch Sie schaffen!“ Die ansonsten in allen Lebensbereichen viel gepriesene und mit Vehemenz geforderte Individualität wird einfach unter den Tisch fallen gelassen. Ja, wie doof sind wir denn?

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Etwas Humor macht den Umgang mit dem Körper leichter.
Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Wir sind nicht doof, wir sind verunsichert.

Weil wir etwas nicht schaffen, was nicht zu schaffen ist, fühlen wir uns unfähig. Wir denken, wir könnten nicht selbst entscheiden, wie wir uns ernähren sollen und bräuchten einen Guru. Jemanden, der uns genau sagt, was wir tun sollen. Daher ist es dringend notwendig, dass wir das Vertrauen in unseren Körper wiederfinden. Nicht in einer Ernährungslehre, die sich irgendwer ausgedacht hat, sondern in uns selbst liegen die Wahrheit und der Weg zu einer für uns individuell passenden Kostform.

Schon vor Jahren habe ich in einem Interview von „sensorischer Intelligenz“ gesprochen. Gemeint ist damit, dass der Körper durch den Appetit anzeigt, was er braucht. Das ist allerdings nur ein Teil des Puzzles. Als ich Anfang dieses Jahres vom Konzept „Intuitives Essen“ gehört habe, habe ich dort meine alten Ideen wiedergefunden – ergänzt um neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Was ich da hörte, fühlte sich für mich vom ersten Moment stimmig an. Mit dem Körper zu arbeiten und nicht gegen ihn. Ja, anders geht es auch nicht. Zumindest nicht auf Dauer.

Intuitives Essen beruht auf ein paar wenigen Grundsätzen, die ich Ihnen hier erläutern werde. Sie klingen für mich alle vernünftig, praktisch umsetzbar – und teilweise sogar ausgesprochen attraktiv!

Motivation und Zielsetzung

Sie brauchen wie bei allen Gewohnheitsumstellungen im Leben eine ausreichende Motivation und ein klares Ziel. Die Motivation hat etwas mit Ihnen in der Tiefe zu tun. Sie kann sich um sehr persönliche Dinge drehen, auch wenn es vordergründig darum geht, den Hüftumfang zu reduzieren. Finden Sie heraus, warum Sie eigentlich intuitiv essen wollen. Fassen Sie ein klares Ziel ins Auge. Arbeiten Sie es aus, schreiben Sie es auf. Prüfen Sie es auf Realitätsbezug und Sinnhaftigkeit.

Allein über Motivation und Zielsetzung könnte man einige Seiten verfassen. Auf diese Themen will ich hier aber nicht im Detail eingehen. Das würde den Rahmen sprengen. Erwähnen will ich sie dennoch. Ohne sie geht es nicht.

Sie finden viele Ratgeber, wie man sich seinen persönlichen Zielen erfolgreich nähern kann. Sie können einen Coach oder Therapeuten buchen, der zu Anfang Impulse setzt oder Sie auf dem kompletten Weg begleitet. Vielleicht ist Ihnen auch schon lange klar, welche persönliche Motivation Sie antreibt und welche Ziele daher für Sie erstrebenswert sind. Umso besser. Dann legen Sie direkt los!

Essen Sie, wenn Sie Hunger haben.

Das hört sich erst mal ganz einfach an. Ist es aber nicht.

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Gesundes kann so lecker sein! Foto: Jan Claus / pixelio.de

Hunger oder Durst?

Manchmal glauben wir, wir hätten Hunger, weil wir Durst haben. Wasser ist für den Organismus lebenswichtig. Alle Zellen schreien danach, wenn wir zu wenig trinken. Es kann schwierig sein, die beiden Grundbedürfnisse auseinanderzuhalten. Zur Unterscheidung empfehle ich, einfach etwas Wasser zu trinken und nach ein paar Minuten nochmal nachzuspüren, ob der „Hunger“ noch da ist. Achten Sie generell auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Auch sie ist individuell verschieden. Aufschluss kann hier ein Blick auf die Blutgruppe (0 braucht am meisten Flüssigkeit) oder in die Elemente-Balance nach Dr. Peter Vill bringen: Menschen mit Wasser-Überschuss kommen mit weniger aus, vor allem Frauen – es sei denn, sie haben Blutgruppe 0.

Gesüßte Getränke betrachten wir beim intuitiven Essen wie feste Nahrung.

Körperhunger oder Seelenhunger?

Es kommt relativ häufig vor, dass nicht unser Körper, sondern unsere Seele Hunger hat. Dann trösten wir uns mit Süßigkeiten oder wir bauen Stress ab, indem wir etwas knabbern. Zur Differenzierung gibt es ein paar wichtige Merkmale:

Körperhunger zeigt sich körperlich: Der Magen knurrt oder wir fühlen uns schwach oder uns ist kalt oder ähnliches. Er kommt langsam und steigert sich. Heißhunger, der uns plötzlich überfällt, ist in der Regel Seelenhunger. Dieser ist sehr spezifisch. Das heißt, wir brauchen dann beispielsweise unbedingt Schokopudding oder Salami. Essen wir etwas anderes, ist das unbefriedigend. Bei richtigem Körperhunger haben wir möglicherweise auch Appetit auf etwas Spezielles. Er lässt sich aber prinzipiell mit vielen verschiedenen Nahrungsmitteln stillen. Geruchs- und Geschmackssinn sind geschärft, wenn unser Körper Hunger hat. Dann läuft uns schon beim Duft der Speisen das Wasser im Munde zusammen und wir erleben beim Essen eine genussvolle Geschmacksexplosion auf der Zunge. Das hat die Natur klug eingerichtet.

Wenn Ihr Körper Hunger hat: Essen Sie!

Das verlangt manchmal nach ein bisschen Weitsicht und Planung. Beispielsweise wenn Sie reisen, oder wenn Sie bei der Arbeit an bestimmte Pausenzeiten gebunden sind. Dann halten Sie beispielsweise eine Kleinigkeit wie einen Apfel oder Müsliriegel für den 11-Uhr-Hunger breit, so dass Sie eine Stunde später wieder richtig hungrig sind, wenn die Kantine öffnet.

Disziplin und Geduld.

Wenn wir gelernt haben, beide Formen von Hunger zu unterscheiden, braucht es Beharrlichkeit, um die Gewohnheiten zu ändern. Für den Stressabbau eine Runde um den Block zu laufen, eine Meditationsübung zu machen oder sich Tierbilder anzusehen, können gute Alternativen sein. Sicher fallen Ihnen noch mehr Ideen ein. Nun braucht es Disziplin einerseits und Geduld anderseits bei der Umsetzung. Und am Wichtigsten: Üben Sie Gnade mit sich selbst. Sie werden vermutlich nicht sofort alles perfekt beherzigen können, was Sie hier lesen. Loben Sie sich bitte für jeden Fortschritt und jedes Gelingen.

Das Prinzip Hoffnung.

Unsere innere Haltung ist wichtig, mit der wir eine Sache angehen. Ein „Gewinner-Mindset“, so wissen die Erfolgsforscher, blickt auf das Positive und bleibt zuversichtlich, auch wenn einmal etwas schiefgeht. Das ist natürlich auch eine Typfrage und lässt sich nicht so ohne Weiteres für jeden optimieren. Doch auch Sie können Ihren Blick für den Teil der Wahrheit weiten, der erfreulich ist und gut läuft. Die Einstellung, dass wir es schaffen können, ist in jedem von uns angelegt, sonst hätten wir niemals laufen gelernt, sondern wären nach dem xten Hinfallen einfach sitzen geblieben.

Hören Sie mit dem Essen auf, wenn Sie satt sind.

Das geht nur, wenn Sie bei Körperhunger gegessen haben. Denn wir stellen nur Sättigung fest, wenn vorher Hunger da war. Er hört dann nämlich auf. Das ist der wesentliche Hinweis. Doch es gibt noch andere Anhaltspunkte, wie man merkt, dass man satt ist. Man ist übrigens nicht automatisch dann satt, wenn der Teller leer ist. Viele von uns sind so erzogen, dass man seinen Teller leer machen muss. Das führt oft dazu, dass wir mehr essen als uns gut tut.

Selbstbestimmung.

Zur Problemlösung gibt es verschiedene Strategien. Denken Sie „Pfeif drauf!“ und freuen Sie sich über Ihre Entscheidungsfreiheit als erwachsene Frau oder erwachsener Mann. In der Theorie sollte es so leicht sein. In der Praxis ist die Bindung an unser Familiensystem mit all seinen Glaubenssätzen häufig stärker als unser sogenannter freier Wille. Ein friedlicher Beisatz wirkt manchmal Wunder, z.B. „Danke, liebe Eltern, für die gute Absicht. In Eurem Leben war es wichtig, den Teller leer zu essen. Wir leben jetzt im 21. Jahrhundert. Der Krieg ist vorbei. Ich esse ab jetzt so viel wie meinem Körper gut tut.“

Essen Sie langsam.

Die Meldung über den Sättigungsgrad aus dem Verdauungssystem ans Gehirn braucht Zeit. Wenn wir zu schnell essen, merken wir erst, dass wir satt sind, wenn wir längst zu viel gemampft haben. Daher ist es essenziell wichtig, langsam zu essen. Manchen hilft es, ihre Kaubewegungen zu zählen. Wenn Ihnen das zusagt: Machen Sie es so, aber bitte passen Sie auf, dass Sie nicht zwanghaft werden. Anderen hilft es, mit einer kleinen Kuchengabel zu speisen. Auch kann es hilfreich sein, das Besteck immer mal wieder abzulegen und in einer kleinen Esspause aufmerksam nachzuspüren, ob der Körper noch etwas braucht.

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Nehmen Sie sich Zeit. Foto: Timo Klostermeier / pixelio.de

Keine Chance, auf ihr natürliches Sättigungsgefühl zu hören, haben übrigens Menschen, die regelmäßig appetitanregende Substanzen zu sich nehmen. Das gilt für manche Medikamente (z.B. Cortison in hohen Dosen) ebenso wie für bestimmte Zusatzstoffe in der Nahrung (Mononatriumglutatmat).  Während Medikamente nicht einfach abgesetzt werden können, weil man sich intuitiv ernähren möchte, sind Zusatzstoffe weitgehend vermeidbar.

Mononatriumglutamat trägt die Bezeichnung E621. Es verbirgt sich aber auch hinter der harmlos klingenden Umschreibung „Hefeextrakt“ oder es wird als „natürlicher Geschmacksverstärker“ tituliert. In Experimenten hat sich gezeigt, dass Tiere schneller fressen, insgesamt mehr Nahrung zu sich nehmen und infolgedessen rasch Gewicht zulegen, wenn man ihnen Mononatriumglutatmat ins Futter mischt.

Der Zusatzstoff spart den Nahrungsmittelherstellern echte (teurere) Gewürze und soll den Geschmacksverlust durch Konservierung und lange Lagerung ausgleichen. Daher ist er in vielen Fertigprodukten, in Kantinenessen und in Restaurantspeisen oft enthalten. Studieren Sie die Angaben zu den Inhaltsstoffen. Besonders häufig findet sich Mononatriumglutamat als Geschmacksgeber überflüssigerweise in Gemüsebrühe – selbst von Bio-Herstellern. Wählen Sie eine „hefefreie“ Variante.

Konzentration aufs Wesentliche.

Ungünstig ist es, beim Essen noch irgendetwas anderes zu tun. Das Lesen Ihrer Messanger Nachrichten, der Fernsehkonsum oder das Studium der Zeitung lenken Sie vom Genuss ab, Sie verpassen den Sättigungsmoment oder missbrauchen das Essen zum Stressabbau. Führen Sie bitte auch keine aufregenden Diskussionen oder gar Streitgespräche bei Tisch. Diese Form der Exklusivität dient der Verdauung und der Gesundheit im Allgemeinen. Wenn Sie befürchten, Ihre neuen Gewohnheiten könnten Ihr Umfeld irritieren, kündigen Sie an, dass Sie sich während des gemeinsamen Mahls in erster Linie auf die Speisen konzentrieren werden. Bleiben Sie nach dem Essen noch etwas sitzen und klinken Sie sich dann in die Konversation ein.

Essen Sie beim Essen.

Schmecken Sie, was da an Ihrem Gaumen vorbei wandert. Genießen Sie das Erlebnis. Vielleicht schließen Sie die Augen. Freuen Sie sich über das Aroma. Bemerken Sie das Knuspern oder das zarte Schmelzen der Speisen in Ihrem Mund. Werden Sie zum Gourmet.

Kleine Portionen.

Ein unterstützender Trick kann es sein, einen kleineren Teller zu wählen. Nehmen Sie sich Ihr Essen grundsätzlich selbst. So bestimmen Sie über die Menge. Vielleicht werden Sie verwundert sein, mit wie wenig Essen Sie glücklich und satt sein können. Lassen Sie liegen, was Ihr Körper jetzt nicht braucht. Bewahren Sie es für später auf oder tun Sie es weg, auch wenn Sie das anfangs etwas Überwindung kosten wird.

Essen Sie nur, worauf sie Lust haben

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Auf die Dosis kommt es an. Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Haben Sie sich da verlesen? Nein! Sie dürfen nicht nur, sondern Sie sollen ausdrücklich das essen, wonach Ihnen ist. Jetzt kommt die sensorische Intelligenz ins Spiel. Wenn wir uns vorher nicht mit tausend Verboten alles Ungesunde durch Verzicht attraktiv gemacht haben, wird unser Körper durch den Appetit anzeigen, was er braucht.

Und was wenn doch? Dann essen Sie es. Es ist völlig normal, dass Sie sich erst mal das holen, was Sie entbehrt haben. Glauben Sie mir: Sie werden nicht vier Wochen am Stück täglich Pizza wollen. Und durch die Sättigungsregelung werden Sie sich daran ja auch nicht überfuttern.

Nach einer überschaubaren Umstellungsphase werden Sie zu einer für Ihren Körper passenden ausgewogenen Ernährung kommen. Falls Sie ein großes Verlangen nach einem bestimmten Lebensmittel haben, kann das ein Ausgleichsversuch für einen speziellen Nährstoff sein. Gelüstet Ihnen beispielsweise nach Austern, fehlt womöglich Zink, bei Sesam-Japp Selen und so weiter.

Grundversorgung sichern.

Als gute Unterstützung zur Ernährungsumstellung hat es sich in der Praxis bewährt, kurmäßig über drei Monate hinweg ein breitgefächertes Nährstoffpräparat einzusetzen. Sonst besteht die Gefahr, dass ein bestimmter Nährstoffmangel die Auswahl Ihrer Lebensmittel bestimmt und es dadurch zu einer einseitigen Ernährung kommt, die wiederum andere Defizite aufbaut. Unsere Böden sind überdüngt und durch Monokulturen ausgebeutet, daher sind unsere Lebensmittel nicht mehr so nährstoffreich wie noch vor 50 Jahren.

Auch halten wir uns weniger im Freien auf, dadurch fehlt den meisten Menschen hierzulande beispielsweise Vitamin D. Theoretisch kann man viele Nährstoffmängel anhand von Blutwerten ermitteln. Ohne konkreten Verdacht nach dem Schrotschussprinzip Laborwerte bestimmen zu lassen, ist allerdings aufwändig und teuer. Außerdem gibt es Nährstoffe, deren Status nicht sinnvoll aus dem Blutwert abgeleitet werden kann.

Wenn Sie sich für ein Nahrungsergänzungsmittel entscheiden: Vermeiden Sie künstliche Süßungsmittel. Sie sind für ihre appetitanregende Wirkung bekannt. Leider finden sich Sorbit, Aspartam & Co. sogar in manchen hochpreisigen Nahrungsergänzungen aus der Apotheke. Probieren Sie aus, was Ihnen schmeckt und bekommt.

Achten Sie auf die Bekömmlichkeit

Da ist er ja: der Haken an der Sache. Etwa eine Stunde nach dem Essen spüren Sie aufmerksam in sich hinein, wie es Ihnen bekommen ist. Falls Sie es nicht gut vertragen haben, lernen Sie daraus. Nicht, was jemand meint, was Sie nicht essen sollten, ist der Maßstab. Nur, was Ihr Körper will oder nicht will, beeinflusst die Nahrungsauswahl. Meiden Sie Lebensmittel, die Ihnen schaden. Es wird noch genügend andere geben, die Ihnen schmecken und gut bekommen.

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Auf den Bauch hören – auch im ganz körperlichen Sinne.
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Allergien und Unverträglichkeiten.

Verzögerte allergische Reaktionen können bei der Nahrungsauswahl zusätzlich von Bedeutung sein. Man kann sie durch einen Bluttest ermitteln. Wählen sie ein Testverfahren, das per Ampel-System anzeigt, wie heftige die Reaktion ist, um dann zunächst die mit Rot gekennzeichneten Speisen konsequent zu meiden. Beachten Sie, dass Nahrungsmittelallergien und –unverträglichkeiten nicht in Stein gemeiselt sind. Es lohnt sich, nach einiger Zeit einen erneuten Test zu machen. Die gängigen Pricktests, die von der Reaktion der Haut am Rücken oder Arm auf die Verträglichkeit der Lebensmittel im Darm schließen wollen, haben nur beschränkte Aussagekraft.

Es sich gut gehen lassen.

Das kann eine sehr grundsätzliche Entscheidung sein und andere Lebensbereiche beeinflussen. Möglicherweise gehören Sie zu den Menschen, die sich selbst mehr oder weniger bewusst Schaden zufügen. Dann holen Sie sich Hilfe. Autodestruktion hat viele Gesichter. Ich habe in der Praxis oft erlebt, dass beispielsweise alleingeborene Zwillinge für zwei arbeiten oder für zwei essen. Oder dass Menschen Schwierigkeiten damit haben, es sich gut gehen zu lassen, wenn das Schlechtgehen in ihrer Familie Tradition ist. Solche Hintergründe erfordern professionelle Unterstützung. Und das Gute: Die so angestoßenen Entwicklungen kommen nicht nur Ihrem Essverhalten, sondern Ihrer kompletten Lebensqualität zugute. Auf diese Weise kann ein scheinbar banales Thema wie das Essen zu wesentlichen Veränderungen im Leben führen.

Meine persönliche Erfahrung

So, und nun komme ich mit einer „Ich hab´s geschafft“-Aussage: Glücklich und satt habe ich im Jahr 2018 mehr als 7 Kilogramm Körpergewicht abgenommen, ohne mich dafür auch nur im Allergeringsten anzustrengen, geschweige denn auf irgendetwas zu verzichten. Das Gewicht hielt sich von ganz allein monatelang. Nur das aufmerksame und konsequente Lauschen auf den Körper war notwendig.

Ein paar der Pfunde kamen 2019 zurück, als andere Themen meine Aufmerksamkeit in Beschlag nahmen. Das schreckt mich aber gar nicht. Jetzt weiß ich ja, wie´s geht und kann mich wieder mehr auf meinen Körper konzentrieren, sobald die Situation sich entspannt. Natürlich habe ich durch meine Arbeit mit Somatic Experiencing viel Übung darin, meinen Körper zu spüren. Das hilft. Doch auch das Körperbewusstsein kann man schulen, wenn man will.

Machen Sie sich frei von fremden Gurus, folgen Sie Ihrer Körper-Intelligenz und vertrauen Sie auf Ihre innere Weisheit. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, spannende Erkenntnisse über Ihr wahres Wesen und einen guten Kontakt zu sich selbst.

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Guten Appetit! Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Weitere Infos
„Intuitiv abnehmen – zurück zu natürlichem Essverhalten“ Elyse Resch, Evelyn Tribole, Goldmann 2014

Sommer, Sonne, Mückenstich – Grenzverletzung mit Folgen

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Dieses Jahr schwirren besonders viele Insekten umher. Klimatische und biozyklische Faktoren spielen dabei eine Rolle. Da zahlreiche Insektenarten bereits verschwunden sind und einige vom Aussterben bedroht, ist das eigentlich eine gute Nachricht.

Ohne Insekten gibt es keine Bestäubung, blühende Pflanzen könnten sich nicht mehr vermehren und unser ökologisches Gleichgewicht wäre in Gefahr. Das ist nicht nur für Umweltschützer von Interesse, sondern für jeden, der auch morgen noch etwas essen möchte. In einigen Gemeinden werden extra Blumenwiesen angelegt, um Bienchen, Schmetterlinge & Co. anzulocken. Im Weinheimer Schlosspark zum Beispiel funktioniert das schon sehr gut.

Gleichzeitig häufen sich die Pressemeldungen, dass im Sommer 2018 ungewöhnlich viele Patienten wegen Insektenstichen und –bissen medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Das veranlasst mich, meine Erfahrungen und Gedanken hierzu mit Ihnen zu teilen. Außerdem will ich Ihnen ein paar praktische Tipps an die Hand geben und zum Schluss ganzheitliche Aspekte des Themas beleuchten.

Vorbeugen ist besser als Behandeln

Stiche und Bisse versorgen muss man nur, wenn man welche hat. Logisch. Daher gilt mein erstes Interesse dem Vermeiden solcher Maläsen. Stellvertretend will ich hier auf zwei Tierchen eingehen, die oft im Interesse der Öffentlichkeit stehen. Die einen, weil sie uns tatsächlich oft stechen, die anderen, weil mit der Angst vor ihren Bissen viel Geld verdient werden kann.

Stechmücken brauchen für ihre Brutstätten stehende Gewässer. Unsere allseits beliebten und aus ökologischer Sicht auch sinnvollen Regenfässer bieten ihrem Nachwuchs ein wohliges Zuhause. Abhilfe schafft ein wirklich dichter Deckel. Versuche, mit Geschirrspülmittel die Wasseroberfläche spannungsarm und somit als Brutstätte ungeeignet zu machen, fruchten nicht immer. Wenn Sie die Möglichkeit haben, Ihren Gartenteich durch Wasserspiele oder einen Bachlauf in Bewegung zu bringen, kann das nützlich sein.

Mosquitos schwärmen vor allem in der Dämmerung aus. Tagsüber werden wir von den Blutsaugern meist nicht belästigt. Sie reagieren nachts auf Licht und auf Luftbewegungen. Daher ist es sinnvoll, im Dunkeln zu lüften.

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Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Ob Sie sich mit einer Anti-Mück-Lotion einreiben wollen, überlasse ich Ihrem persönlichen Geschmack. Selbstverständlich greifen Sie wenn schon, dann zu einem Produkt aus dem Biomarkt. Sie wollen sich ja nicht vergiften, nur um keinen Mückenstich zu bekommen. Ein paar Tropfen Zitronella (bitte nur hochwertiges Aromaöl in Bioqualität verwenden und persönliche Verträglichkeit beachten!) in der Bodylotion erfüllen häufig den Zweck (fast) ebenso gut wie ein fertiges Spray. Von dubiosen Angeboten aus dem Internet rate ich ganz entschieden ab. Wenn Sie auf das Eincremen setzen, achten Sie darauf, die Lotion oder Creme flächendeckend anzuwenden, sonst ist die Aktion zwecklos.

Eine wirklich nützliche und meist sogar preisgünstige Maßnahme für den Innenbereich sind Fliegengitter an Fenstern und Terrassentüren sowie Mosquitonetze fürs Schlafgemach.

Zecken. Es geht die Mär, durch die FSME-Impfung sei man vor Zeckenmalheur geschützt. So lässt uns die Werbung der Hersteller solcher Impfstoffe erfolgreich glauben. Das stimmt leider nicht. Selbst wenn ich mal voraussetzen würde, dass die Impfung eine Frühsommer-Meningoenzephalitis tatsächlich die gefürchtete Hirn(haut)entzündung abwehrt: Ist damit alles gut? Wollen Sie es wissen? Die Wahrscheinlichkeit, sich mit Borreliose zu infizieren ist 300 (!) mal so hoch wie das Risiko, an FSME zu erkranken. Entsprechende Zahlen finden Sie im epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts. Die Marketingstrategen wiegen uns also in falscher Sicherheit, wenn wir auf die Impfung allein vertrauen und denken, ein Zeckenbiss sei nun für uns harmlos.

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Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Eine sinnvolle Strategie heißt demnach nicht, Impfen und dann bedenkenlos rein in den Wald. Sondern, Zeckenbissen bestmöglich vorbeugen. Das soll Sie keineswegs von der Natur fern halten. Ein bisschen aktive Selbstfürsorge ist angesagt, statt sich blauäugig auf „Mutti Pharma“ zu verlassen. Zecken stürzen sich nicht von den Bäumen auf arglose Passanten, wie manchmal behauptet wird. Sie sitzen im hohen Gras oder an Sträuchern und warten dort auf einen Wirt, der sie mit den Beinen abstreift.

Halten Sie sich also von dichtbewachsenen Wegen bzw. vom Wegesrand fern und springen sie nicht durch hohes Gras, wenn Sie Angst vor Zecken haben. Empfehlenswert sind für Spaziergänge im Wald auch geschlossene Schuhe, Strümpfe und lange Hosen, aus ebenjenem Grund.

Der beste Zeckenschutz besteht aus einer gewissenhaften Kontrolle. Checken Sie nach dem Ausflug, ob sich ein Sauger an Ihnen oder an Ihrer Kleidung findet. Am Einfachsten und am Sichersten ist das, wenn Sie weiße Kleidung tragen. Die Tiere werden normalerweise nicht an dem Ort „sesshaft“, wo Sie bei Ihnen gelandet sind, sondern suchen sich eine warme Stelle mit dünner Haut, z.B. in der Leistenbeuge oder unter den Achseln. Ausnahmen bestätigen die Regel. Bis die Krankheitserreger Gelegenheit haben, aus ihrem Speichel in Ihr Blut einzudringen, haben Sie Gelegenheit, die Viecher zu finden. Suchen Sie danach. Aber bitte ohne Panik.

Individuelles Risiko. Aus der Beobachtung kann man sagen, dass es Menschen gibt, die für Insektenstiche oder –bisse anfälliger zu sein scheinen als andere. Falls Sie also in der Vergangenheit mehrfach Zecken hatten, macht es Sinn, sich mit dem Thema genauer zu befassen. Dann würde ich individuelle Risiken (des Bisses und der Impfung) gewissenhaft gegeneinander abwägen, wenn ich über eine FSME-Impfung nachdenken wollte.

Erst recht wenn Sie noch nie oder erst einmal in Ihrem Leben von einer Zecke gebissen wurden und nicht gerade vom Bürokaufmann zum Förster umschulen, empfehle ich Ihnen, vernünftig Nutzen und Risiken zu betrachten und dann eine Impfentscheidung zu treffen, die auf Fakten beruht. Es ist nicht sinnvoll, sich aus purer Angst und Panikmache impfen zu lassen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin nicht unter Druck setzen. Er oder sie muss Sie umfassend über die zu erwartende Schutzwirkung und auch über möglichen Nebenwirkungen informieren bevor Sie Ihre Entscheidung treffen. Zu dieser Aufklärung sind Ärzt*innen von Gesetzes wegen verpflichtet. Erbitten Sie sich Bedenkzeit, falls Sie unsicher sind. Es besteht kein Grund für übereilte Beschlüsse.

Lassen Sie sich beraten, sammeln Sie Informationen aus unterschiedlichen Quellen und wählen Sie dann eine Vorgehensweise, die für Sie persönlich stimmig ist. Das gilt übrigens für alle medizinischen Entscheidungen. Lassen Sie sich von niemandem – weder von Ärzt*innen noch von Heilpraktiker*innen und natürlich auch nicht von mir! – diktieren, was für Sie gut und richtig ist. Sie allein tragen die Verantwortung für Ihren Körper und für Ihre Gesundheit.

Komplikationen. Warum ist es so, dass Insektenstiche und -bisse bei manchen Menschen rasch und ohne Komplikationen abheilen, während andere unter heftigen Entzündungen oder allergischen Reaktionen leiden? Das Problem ist mehrdimensional. Geben Sie sich nicht mit einer platten Antwort zufrieden.

Homöopathie. Es gibt bestimmte Konstitutionen, die mit Insekten mehr zu kämpfen haben als andere. Das sind im Speziellen Menschen, die aufgrund ihrer Konstitution ein homöopathisches Mittel brauchen, das aus einem Insekt gewonnen wird. Apis mellifica, das Gift der Honigbiene, ist ein sehr bekanntes Homöopathikum in diesem Zusammenhang. Aber es gibt noch hunderte anderer Insektenmittel in der homöopathischen Apotheke. Auch ist beispielsweise Staphisagria (Rittersporn) dafür bekannt, für Grenzverletzungen jeder Art empfänglich zu sein, auch von Tieren.

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Foto: Luise / pixelio.de

Wenn man konstitutionell arbeiten will, braucht es eine genaue Analyse. Für die symptomatische Behandlung eines Stichs reicht zuweilen ein halbwegs ähnliches Mittel, bei dem die Symptome passend sind.

Akutmittel. Ich habe miterlebt, wie das Kompositum Apis/Belladonna von Wala (im Verbund mit Bachblüten Rescue-Tropfen) einen frischen Wespenstich binnen Minuten auf einen kleinen roten Punkt reduziert hat. Auch habe ich einem 9-Jährigen mit ärztlich attestierter Bienenallergie direkt nach dem Stich ein Kügelchen Apis in einer Hochpotenz verabreicht. Außerdem habe ich ihn beruhigt und das betroffene Bein im Intervall gekühlt. Das Ergebnis war so überzeugend: Seine Mutter wollte später gar nicht glauben, dass er wirklich gestochen worden war. Bisher endeten solche Stiche immer im Krankenhaus. Ich hatte jedoch sowohl das Tier als auch die Einstichstelle deutlich gesehen. Der Junge hat sich später mit Blümchen und einem Brief bei mir bedankt.

Rasch handeln. Bei der homöopathischen Akutbehandlung scheint der Zeitpunkt der Mittelgabe oft entscheidend für den Erfolg zu sein. Tragen Sie daher am Besten ein Kügelchen Apis C30 in Ihrem täglichen Notfallpäckchen mit sich.

Wer generell unter allergischen Reaktionen leidet, ist vielleicht mit Cardiospermum gut bedient. Die Pflanze heißt auf Deutsch „Herzsame“ und wird für ihre anti-allergische Wirkung geschätzt. Auch an homöopathisch aufbereitetes Histamin kann man denken, wenn allergische Reaktionen überschießen. Falls das Mittel nach der ersten Gabe keine deutliche Wirkung (seelisch oder körperlich) zeigt, lassen Sie es bitte unbedingt weg. Sonst wiederholen Sie die Gabe, sobald der Effekt nachlässt.

Selbstversuche mit Homöopathika über längere Zeit sehe ich kritisch. Zu komplex sind die Regeln dieser Kunst, die eine Anwendung sicher machen. Im Zweifel fragen Sie Ihren homöopathisch erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker.

Beruhigung für die Haut. Zur Anwendung in Eigenregie eignet sich Calendula-Essenz ganz hervorragend. Der Auszug aus Ringelblumen wirkt so stark entzündungshemmend, dass er sogar in der Krebstherapie eingesetzt wird. Dort lindert er die Entzündungen auf der Haut bei bestrahlten Patient*innen.

Nehmen Sie eine Kompresse und einen Verband. Tränken Sie die Kompresse großzügig mit der Essenz, legen Sie sie auf die betroffene Stelle und binden Sie einen Verband. Er darf nicht zu eng sein oder drücken. Der Verband schützt die Einstichstelle zusätzlich vor Reibung durch Kleidungsstücke und vor nächtlichem Kratzen.

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Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Es gibt eine ganze Reihe von Salben, Cremes und Gels, die Sie nach einem Insektenstich oder -biss verwenden können. Lassen Sie sich vom Apotheker oder der Apothekerin Ihres Vertrauens beraten. Ich habe in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit dem Combudoron-Gel gemacht. Alternativ oder ergänzend können Sie auch auf biophysikalische Maßnahmen setzen:

Hitze und Kälte. Die einfachen Maßnahmen werden oft vergessen: Kühlen Sie Ihren Stich, wenn Ihnen das angenehm ist. Am praktischsten ist dazu ein Kühlakku oder ein Gelpad, es geht aber auch mit Eiswürfeln im Geschirrtuch und zur Not mit tiefgefrorenem Brokkoli. Halten Sie die Kälte auf die betroffene Stelle, fixieren Sie sie gegebenenfalls z.B. mit einem Kleidungsstück und achten Sie auf ausreichend Kühlpausen, damit das Gewebe nicht den Frosttod stirbt. Das nennt man Intervallkühlung.

Äußerst hilfreich ist es, nach einem Stich die Verbreitung von Krankheitserregern im Körper zu verhindern. Dafür geeignet sind elektrische Geräte, die Sie überall im Handel erwerben können. Sie erwärmen die Haut an der Einstichstelle in einem eng umgrenzten Bereich für wenige Sekunden auf deutlich über 42 Grad. Die Keime werden auf diese Weise sozusagen weggebruzzelt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sowohl die Schwellung als auch der Juckreiz sich damit deutlich verringern lassen. Je rascher nach dem Stich die Wärembehandlung zum Einsatz kommt, desto wirkungsvoller ist sie.

4-Elemente-Medizin. Aus der Elementesicht gehört das Thema dem Feuer an. Ein Zuviel an Feuer in der Lebensenergie kann sich problematisch auswirken, aber auch ein Zuwenig. Bei der feurigen Blutgruppe 0 kann das Immunsystem schon mal eine rasche und heftige Reaktion produzieren. Wenn man weiß, wie die Elemente verteilt sind, kann man durch einfache Maßnahmen gezielt gegensteuern. Die so erreichte Balance dient nicht nur dem entspannteren Erleben von Insektenstichen. Näheres dazu erfahren Sie auf meine Homepage  oder in dem Buch „Gesundheit gestalten mit den 4 Elementen“.

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Foto: Klicker / pixelio.de

Immunreaktion und Gemütsverfassung. Die Wissenschaft der Psychoneuroimmunologie erforscht die Zusammenhänge zwischen Seele, Nervensystem und Abwehrreaktion. Die Ergebnisse legen nah, dass es sinnvoll ist, den Körper auch auf seelischer Ebene zu unterstützen. Bitte verfallen Sie daher nicht in Panik, wenn Sie gestochen oder gebissen werden. Ihr Immunsystem arbeitet besser, wenn Sie ruhig bleiben.

Es gibt potenzielle Notfälle, z.B. wenn eine Biene in den Hals sticht. Dann ist unverzügliches und entschlossenes Handeln unerlässlich. Es kann auch zu einem Allergieschock kommen, dann schwillt in Windeseile der Körper nicht nur an der Einstichstelle heftig an oder es zeigen sich andere spezifische Reaktionen. Das sind Fälle für den Notarzt. 98 % der Stiche sind aber ungefährlich. Machen Sie sich das bewusst.

In den Fallbeispielen weiter vorn haben beruhigende Maßnahmen zum Behandlungserfolg beigetragen. Notfalltropfen aus der Bachblüten-Apotheke sind ein für diesen Zweck bewährtes Mittel. Packen Sie ein Fläschchen in Ihren Notfallkoffer. Auch menschliche Zuwendung kann für das Nervensystem generell sehr beruhigend sein. Wenden Sie sich nach Möglichkeit an jemanden, der Sie mit seiner eigenen Angst nicht noch mehr verschreckt.

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Foto: Xenia Kehnen / pixelio.de

Aus Sicht des Nervensystems. Als Traumatherapeutin interessiert mich allergisches Geschehen generell. Betrachtet man die Zusammenhänge zwischen Nervensystem und körpereigener Abwehr, ergeben sich interessante und hoffnungsfrohe Ansätze. Allergische Reaktionen verstärken sich, wenn der oder die Betroffene unter Stress leidet. Das kann man beispielsweise bei Heuschnupfengeplagten beobachten. Manchmal verschwinden Allergien – sozusagen als positive Nebenwirkung – wenn das Nervensystem entlastet wird, z. B. durch eine Traumatherapie oder auch durch veränderte Lebensumstände.

Man darf sich fragen, ob Menschen besonders heftig auf Insektenstiche oder –bisse reagieren, deren Aggressionen sonst nicht so viel freien Auslauf haben. Für sie kann es wichtig sein, das gesunde Potenzial dieser Kraft zu würdigen und für sie angemessene Möglichkeiten zur Regulation zu finden. Auch Menschen, die öfter mal oder generell „im Terminator-Modus“ laufen, weil sie ein hitziges Temperament haben oder weil sie aufgrund einer traumatischen Erfahrung in der Kampfreaktion hängen geblieben sind, können davon betroffen sein.

Perspektivenwechsel

Gesamtgesellschaftlich betrachtet erscheint es mir so, als reagieren wir kollektiv auf das Thema Grenzverletzung. Die kleinen fiesen Blutsauger dringen ungefragt in unseren Körper ein und rauben unseren kostbaren Lebenssaft. Sie verletzen unsere Körpergrenze, bleiben dabei meisten erst mal unbemerkt und wir können wenig dagegen ausrichten, dass das passiert. Natürlich sind das Tiere mit einem Recht auf Leben. Sie sind nur auf der Suche nach Nahrung. Und prinzipiell sollte es uns nicht so viel ausmachen, wenn ein Tröpfchen unseres Blutes ihren Durst stillt.

Gleichzeitig begreife ich diese körperliche Grenzüberschreitung auch als symbolischen Akt. Viele von uns haben Probleme damit, Ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen, sie angemessen zu schützen und bei Bedarf beherzt zu verteidigen. Mir kam der Gedanke, ob unser Körper uns durch allzu heftige Reaktionen auf diese im Grunde harmlosen Eindringlinge darauf aufmerksam macht, dass hier noch etwas zu lösen ist.

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Foto: Harry Hautumm / pixelio.de – nachgestellte Situation

Die Masterarbeit einer 24jährigen Freundin hat mir etwas ins Bewusstsein (zurück)geholt, das gerade wir Traumatherapeut*innen immer im Blick haben sollten: Der Krieg ist erst 73 Jahre her. Die Generation meiner Eltern hat die Auswirkungen noch am eigenen Leib erlitten. Meine Generation hat zwar die entmenschlichte Gewalt mit all ihren Facetten der Grenzüberschreitung nicht selbst erlebt, durch transgenerationale Traumatisierung sind aber auch wir davon betroffen, und zwar in einem Ausmaß, das sich nicht immer erahnen lässt. Ganz gleich, ob unsere Großeltern Opfer waren oder Täter oder beides. Sie waren von den Gräueltaten der NS-Zeit, vom Krieg, von Hunger und Vertreibung betroffen. 12 bis 14 Millionen Menschen waren in den Jahren nach 1945 auf der Flucht. Die meisten davon kamen im Westen Deutschlands unter.

Traumareaktivierung. Wenn wir heute mit den traumatisierten Flüchtlingen konfrontiert sind, die in Deutschland Schutz suchen, reaktivert das bei vielen von uns automatisch die Traumabelastungen aus unseren Familien. Die der Geflohenen und auch die Traumata derjenigen, die Flüchtlinge unterbringen musste und sich durch deren Anwesenheit in ihrer Existenz bedroht sahen. Das war 1945. Die Bevölkerung litt unter Hunger und Frost. 45 von 60 Deutschen Großstädten waren zerbombt. Fast jede*r hatte Angehörige verloren, einige waren noch vermisst. Manche kehrten schwer traumatisiert aus dem Krieg zurück. Eine Ideologie war zerbrochen. Diese Seite der Wahrheit verschweigen die meisten Wirtschaftswunder-Berichte aus den 1950er Jahren.

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Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Heute ist 2019. Die meisten von uns leben in relativem Wohlstand. Die Grundbedürfnisse sind gestillt. Wir jammern viel über Luxussorgen. Wie schon nach der Maueröffnung 1989 reagieren wir auch heute wieder auf das Bedürfnis nach Integration mit Skepsis, Ablehnung und teils offener Fremdenfeindlichkeit.

Ich habe kein Interesse an Politik. Mich als Traumatherapeutin interessiert die Situation als Chance, Unbewältigtes endlich zu klären. Erste Berührungen mit dem Potenzial diese Themas hatte ich in einigen Sitzungen. Dort durfte ich erleben, wie heilsam es ist, die Perspektive zu erweitern und manchmal sogar aus diesem Anlass mit der Familienbiografie in Frieden zu kommen.

Damit gewinnt man die Freiheit, sich der Manipulation durch die Medien und durch Politiker*innen zu entziehen, die unsere projizierten Ängste dafür missbrauchen, Wählerstimmen zu sammeln. Wenn wir frei sind von den Auswirkungen transgenerationaler Traumata, können wir uns mit echten Daten und Fakten befassen. Erst dann sind wir offen für Tatsachen und laufen nicht mehr Gefahr, der wirklichkeitsverzerrenden Meinungsmache aufzusitzen.

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Foto: knipseline / pixelio.de

Es kann sehr lohnend sein, sich mit diesem Teil der Familienbiografie auseinanderzusetzen. Das kann, muss aber nicht auf intellektueller Ebene erfolgen. Wir sind alle in der Schule informiert worden. Meist ging es dabei um Zahlen, deren Bedeutung wir nicht fassen konnten, weil das Gelehrte einfach unfassbar war. Wichtiger wäre es gewesen, uns mit den Schicksalen der Menschen in Berührung zu bringen, was selten Unterrichtsgegenstand war.

Systemische Beratung und Traumatherapie sind geeignete Methoden, die unverarbeiteten Folgen transgenerationaler Traumata wirksam zu bearbeiten.

Mitgefühl als Weg zum Frieden. Wesentlich ist, dass wir in Kontakt mit uns selbst sind. Denn nur so können wir Empathie empfinden – eine der Qualitäten, die unser Menschsein ausmachen. Sie ist eine Voraussetzung für unser soziales Leben, für unser Miteinander und für eine gute Beziehung zu uns selbst. Frieden findet in den Herzen der Menschen statt. Geben Sie ihm eine Chance.

Weitere Infos

„Kalte Heimat – Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945“ Andreas Kosset, Pantheon 2009