Wie ich lernte, meine Zukunft zu gestalten.

Praxis Lichtblick Psychotherapie Weinheim

Foto: Wolfgang Weichenmeier / pixelio.de

Das Leben ist ein fortwährender Bewusstseinsprozess. Schon als Jugendliche habe ich mir viele Gedanken gemacht. Ich wollte mich, die Welt um mich herum und die anderen Menschen verstehen. Anlass dazu gab es in meiner bewegten Biografie von Anfang an reichlich. Mit meinen ungewöhnlichen Interessen und meiner unkonventionellen Haltung gehörte ich während meiner Schulzeit zu einer kleinen Gruppe von Außenseitern. Ich gewöhnte mich daran, mein Anderssein für mich zu behalten, und fügte mich so gut ich konnte in die Gesellschaft ein. Es folgten Eheschließung, Hausbau und Karriere – von außen betrachtet ein Bilderbuchlebenslauf.

Als junge Erwachsene hatte ich dann das Glück, schwer krank zu werden. Das war meine Initialzündung, mich endlich mehr mit den Themen zu befassen, die mich eigentlich interessieren. Ich suchte mir medizinische Hilfe, psychologische Unterstützung und spirituelle Begleitung. Das alles war wichtig für meine Genesung und notwendig für meine Persönlichkeitsentwicklung. Nun konnte ich mich intensiv all den Fragen widmen, die mich schon so lange bewegten. Der mutige Berufswechsel, den ich vor 15 Jahren eingeleitet habe,  führte mich Schritt für Schritt immer näher an meine Berufung heran. Während meiner Studien bestaunte ich zunehmend das Wunder Mensch. Ich war fasziniert von den Wechselwirkungen zwischen Körper, Seele und Geist.

Unterschiedliche Theorien, die bemüht sind, die Welt zu erklären, habe ich erforscht. Ich habe im Laufe meiner Entwicklung Elemente aus verschiedenen Kulturkreisen in mein Weltbild integriert. Da ich nicht getauft bin, stand es mir offen, mehrere Glaubenssysteme unvoreingenommen zu erkunden. Natürlich sind meine Grundwerte durch meine Sozialisation in Deutschland geprägt. Wie ich herausgefunden habe, gibt es verblüffend große Überschneidungen der Werte zahlreicher Kulturen in Nah und Fern. Man kann also eher von einer allgemeinen Ethik sprechen als von einer bestimmten Tradition.

Ohne die Auseinandersetzung mit meinen Lebensthemen stünde ich heute persönlich, gesundheitlich und beruflich nicht da, wo ich bin. Und natürlich bin ich noch lange nicht am Ende meines Weges angelangt.