Traumatherapie

Heilpraktiker Weinheim
Stabiler Halt durch eine geeignete Therapie.

Manche Menschen haben Erfahrungen gemacht, die ihnen noch Jahre später Probleme bereiten. Es kann sein, dass das Thema eine ganze Weile geruht hat. Und irgendwann kommt ein Auslöser, der das alte Trauma wieder aktiviert. Dann fühlen wir uns wie damals: Wir haben panische Angst oder rasende Wut oder lähmende Ohnmachtsgefühle, aus denen wir ganz schwer herausfinden. Das muss nicht so bleiben.

Seelische und körperliche Beschwerden sprechen häufig auf traumatherapeutische Maßnahmen an, sogar wenn man sich gar nicht bewusst ist, dass eine bestimmte Situation der Auslöser dieser Beschwerden war. Warum ist das so? Traumata durch seelische, aber auch durch körperliche Ereignisse (Unfälle, Operationen, Stürze, Verbrennungen, Vergiftungen etc.) hinterlassen Spuren im Nervensystem, die sich mitunter erst Jahrzehnte später zeigen.

Oft erkennen die Betroffenen selbst zunächst gar keinen Zusammenhang. Vielleicht sind sie ungewöhnlich müde, traurig oder gereizt. Oder sie fühlen sich manchmal von Emotionen überflutet, die in ihrer Heftigkeit nicht zur aktuellen Situation passen. Möglicherweise geraten sie auch immer wieder in merkwürdige Situationen hinein, die sie eigentlich lieber vermeiden wollen.

Folgen von Trauma. Viele seelische Störungen und einige kognitive Beeinträchtigungen sowie Symptome des Nervensystems und anderer Organsysteme können ihre Ursache in einem traumatischen Ereignis haben. Hier finden Sie ein paar Beispiele:

Symptome des Nervensystems

    • Regulationsstörungen der Körpertemperatur
    • übermäßiges Schwitzen
    • Empfindungsstörungen
    • Schwindel
    • Zittern / Tremor
    • Tics
    • Restless Legs Syndrom (RLS)

andere körperliche Folgen

    • Kopfschmerzen, Migräne
    • Rückenschmerzen
    • Hautprobleme
    • Allergien
    • Autoimmunerkrankungen
    • Reizdarmsyndrom
    • Blasenschwäche
    • Infektanfälligkeit
    • Hormonschwankungen
    • Reglulationsstörung des Herz-Kreislauf-Systems, z.B. Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen

Mentale Folgen

    • Konzentrationsmangel
    • Gedächtnisschwäche
    • Gedankenkreisen

Seelische Folgen

    • Burnout
    • Depressionen
    • Phobien jeder Art
    • Panikattacken
    • Handlungsunfähigkeit
    • Ohnmachtsgefühle
    • Bindungsstörungen
    • Zwänge
    • Stimmungsschwankungen
    • Gereiztheit, Wutausbrüche
    • Schlafstörungen

Nichts hilft nachhaltig. Wenn ein Trauma zugrunde liegt, wirken konventionelle Therapien nicht nachhaltig, treten Beschwerden nach kurzer Besserung wieder auf oder sie wechseln sich mit anderen Symptomen ab. Das Wohlbefinden wird insgesamt mit der Zeit immer schlechter.

Bei körperlichen Beschwerden kommt es möglicherweise zu einer Symptomverschiebung von einem Organsystem ins nächste.

Oft haben die Leidgeplagten schon einige Therapieversuche hinter sich und erleben, dass gut gewählte Methoden bei ihnen nicht oder nicht nachhaltig gewirkt haben.

Arbeit am Nervensystem. In diesen Fällen kann es sehr lohnenswert sein, direkt am Nervensystem zu arbeiten. Ziel einer solchen Behandlung ist es,  die im Nervensystem gefangenen energetischen Ladungen in kleinen verträglichen Dosen zu befreien (titrierte Entladungen) und damit eine dauerhafte Entlastung des Nervensystems zu bewirken.  Wenn eine verbesserte Regulation des autonomen Nervensystems durch die größere Spannbreite an verkraftbaren Gefühlen mehr Lebendigkeit zulässt, spricht die moderne Psychologie von einer erweiterten “Resilienz”.

Körperpsychotherapie. Die Methode, mit der ich arbeite, heißt Somatic Experiencing® (kurz: SE). In meinem Artikel Wenn ein Trauma im Nervensystem festhängt habe ich sie ausführlich beschrieben. Ich erlebe immer wieder, dass die Menschen so regelrecht aufblühen und in ihre Kraft kommen, sich aus alten Mustern lösen können und neue Lebensfreude entwickeln.

Hinweis zu MNS: Es gibt Menschen, die Masken aus gesundheitlichen oder sonstigen Gründen nicht tragen können oder denen es nicht zumutbar ist. Sie sind per Verordnung von der Maskenpflicht ausgenommen und selbstverständlich sind sie in meiner Praxis willkommen. Ich habe keine Berechtigung oder Veranlassung, Sie in irgendeiner Weise zu gängeln oder zu diskriminieren.

Für andere Menschen erscheint das Tragen einer Maske unverzichtbar. Falls das bei Ihnen so sein sollte, kann ich Sie verstehen und respektiere Ihre Bedürfnisse. Leider ist es mir dann aber nicht möglich, mit Ihnen körperpsychotherapeutisch zu arbeiten. Für meine Arbeit mit der Methode Somatic Experiencing ist es notwendig, dass ich bei meinem Gegenüber kleinste Bewegungen in der Mimik und feine Veränderungen des Tonfalls in der Stimme wahrnehmen und ihm spiegeln kann.

Sie stellt daher einen Ausnahmetatbestand gemäß §3 Abs. 2 Ziffer 4 der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg dar.

Für mich persönlich trifft zusätzlich ein Ausnahmetatbestand gemäß §3 Abs. 2 Ziffer 2 zu. Ich bin prinzipiell von der Maskenpflicht befreit. Sie müssen sich nicht fürchten, dass Ihnen in meiner Praxis eine maskierte Therapeutin gegenübertritt.

Falls es für Sie wichtig ist, dass Ihr Gegenüber einen MNS trägt, kann ich leider nicht für Sie arbeiten, und wünsche Ihnen, dass Sie baldmöglichst eine passende Anlaufstelle für sich finden.

Kombinationsmöglichkeiten. SE lässt sich gut mit anderen psychotherapeutischen Methoden kombinieren. Ich wende SE-Übungen bei Bedarf während dem Familienstellen an. Auch erweist es sich als nützlich, Erinnerungen aus früheren Leben im Rahmen einer SE-Sitzung zu bearbeiten, um Traumata aufzulösen, die die Seele mitgebracht hat.  

Die Fortbildung zum zertifizierten SE-Therapeuten dauert drei Jahre. Sie ist in drei Levels aufgeteilt, die ich komplett erfolgreich durchlaufen habe. Die Fortbildung umfasst zusätzlich zum theoretischen Know-how obligatorische Supervision in erheblichem Umfang, eine tiefgreifende Eigenarbeit, das fachkundig betreute Üben in Peergruppen und vertiefende Zusatzmodule. So wird sichergestellt, dass die SE-Therapeuten den vielfältigen fachlichen und persönlichen Anforderungen im praktischen Alltag gewachsen sind. Es ist wichtig, dass Menschen, die durch Trauma verunsichert sind, sich bei ihren Therapeuten in zuverlässig guten Händen fühlen können.

Im Juni 2014 hatte ich die Freude, den Begründer der Methode, Dr. Peter A. Levine aus den USA, bei der Fortbildung “Trauma – Emotions – Memory” live zu erleben und von ihm lernen zu dürfen.

Wenn Sie ausschließlich traumatherapeutisch behandelt werden möchten, gilt eine vereinfachte Vorgehensweise im Ablauf unserer Zusammenarbeit, die unter dem Punkt “Traumatherapie” hier genau beschrieben ist.