Körperpsychotherapie

Heilpraktiker Weinheim
Ein stabiles Nervensystem gibt Halt.

Aufgrund der aktuellen Lage habe ich mein therapeutisches Angebot erweitert. Neben dem üblichen Takt von anderthalb Stunden alle vier Wochen bietet ich nun auch das Format „SE-Stakkato“ in zwei Ausführungen an:

    • 5 Sitzungen in täglicher Folge (Montag bis Freitag oder kalenderwochenübergreifend) jeweils 25 Minuten
    • 4 Sitzungen innerhalb eines Monats (oder kalendermonatübergreifend binnen vier aufeinanderfolgenden Wochen) je 25 Minuten  

Diese Form der Behandlung dient dem Stabilisieren des Nervensystems in der Krise als vorbeugende Maßnahme. Wir treffen uns per Videosprechstunde.

Entsprechende Paketangebote finden Sie unter Transparenz der Preise.

¤

Wir alle haben irgendwann in unserem Leben kleine, größere oder mittlere Traumata erfahren. Ihre Nachwirkungen aufzulösen dient dazu, mehr persönliche Freiheit in unserem Alltag zu erleben und unsere Zukunft mit Freude und Kreativität zu gestalten.

Manche Menschen haben Erfahrungen gemacht, die ihnen noch Jahre später Probleme bereiten. Es kann sein, dass das Thema eine ganze Weile geruht hat. Und irgendwann kommt ein Auslöser, der das alte Trauma wieder aktiviert. Dann fühlen wir uns wie damals: Wir haben panische Angst oder rasende Wut oder lähmende Ohnmachtsgefühle, aus denen wir ganz schwer herausfinden. Das muss nicht so bleiben.

Seelische und körperliche Beschwerden sprechen häufig auf traumatherapeutische Maßnahmen an, sogar wenn man sich gar nicht bewusst ist, dass eine bestimmte Situation der Auslöser dieser Beschwerden war. Warum ist das so? Traumata durch seelische, aber auch durch körperliche Ereignisse (Unfälle, Operationen, Stürze, Verbrennungen, Vergiftungen etc.) hinterlassen Spuren im Nervensystem, die sich mitunter erst Jahrzehnte später zeigen.

Oft erkennen die Betroffenen selbst zunächst gar keinen Zusammenhang. Vielleicht sind sie ungewöhnlich müde, traurig oder gereizt. Oder sie fühlen sich manchmal von Emotionen überflutet, die in ihrer Heftigkeit nicht zur aktuellen Situation passen. Möglicherweise geraten sie auch immer wieder in merkwürdige Situationen hinein, die sie eigentlich lieber vermeiden wollen.

Praxis Lichtblick Heilpraktiker Psychotherapie Weinheim
Foto: Pixeldiary / pixelio.de

Körperpsychotherapie. Unterstützung mittels Körperpsychotherapie können Sie kurz- oder mittelfristig in Anspruch nehmen. In einer akuten Krisensituation kann es zweckdienlich sein, mit einer Reihe von kurzen Sitzungen in geringem zeitlichen Abstand das Nervensystem erst einmal zu stabilisieren. Es hat sich bewährt, diese „Stoßtherapie“ per Videosprechstunde umzusetzen. So müssen Sie nicht mehrfach die Woche für beispielsweise halbstündige Termine extra nach Weinheim fahren. Im Regelbetrieb finden Sitzungen alle vier Wochen statt und dauern jeweils 90 Minuten.

Die Methode, mit der ich arbeite, heißt Somatic Experiencing® (kurz: SE). In meinem Artikel Wenn ein Trauma im Nervensystem festhängt habe ich sie ausführlich beschrieben. Ich erlebe immer wieder, dass die Menschen so regelrecht aufblühen und in ihre Kraft kommen, sich aus alten Mustern lösen können und neue Lebensfreude entwickeln.

Nicht nur bei Trauma, sondern bei allen Beschwerden, die auf die psychischen Nachwirkungen von nervlich belastenden Umständen zurückgehen, kann SE hilfreich eingesetzt werden. Zögern Sie nicht, sich diese Unterstützung zu holen, wenn Sie sie brauchen – nur weil Ihnen vielleicht kein Trauma bewusst ist. Möglicherweise befinden Sie sich auch gerade im Moment in einer als bedrohlich empfundenen Lage. Auch dann dient es Ihnen, Ihre Nerven zu entlasten.  Bei Bedarf flankieren wir die SE-Therapie mit anderen hilfreichen Methoden.

Folgen von Trauma. Viele seelische Störungen und einige kognitive Beeinträchtigungen sowie Symptome des Nervensystems und anderer Organsysteme können ihre Ursache in einem traumatischen Ereignis oder einer anhaltenden Stresssituation haben. Hier finden Sie einige Beispiele:

Symptome des Nervensystems

    • Abspalten von Körperempfindungen und/oder Emotionen
    • Regulationsstörungen der Körpertemperatur
    • übermäßiges Schwitzen
    • Schwindel
    • Zittern / Tremor
    • Tics
    • Restless Legs Syndrom (RLS)

andere körperliche Folgen

    • sich (phasenweise oder dauerhaft) nicht spüren
    • Kopfschmerzen, Migräne
    • Rückenschmerzen
    • Hautprobleme
    • Allergien
    • Autoimmunerkrankungen
    • Verdauungsprobleme / Reizdarmsyndrom
    • Blasenschwäche
    • Infektanfälligkeit
    • Hormonschwankungen: Geschlechtshormone, Schilddrüse, etc.
    • Regulationsstörung des Herz-Kreislauf-Systems, z.B. Bluthochdruck zu hoch / zu niedrig

Mentale Folgen

    • Konzentrationsmangel
    • Gedächtnisschwäche
    • Gedankenkreisen
    • Anhaften an unerquicklichen Inhalten

Seelische Folgen

    • die eigenen Emotionen nicht einordnen können
    • Depressionen
    • Ängste jeder Art
    • Panikattacken
    • Handlungsunfähigkeit
    • Ohnmachtsgefühle
    • Bindungsstörungen
    • Zwänge
    • Stimmungsschwankungen
    • Gereiztheit, Wutausbrüche
    • Schlafstörungen

Nichts hilft nachhaltig. Wenn ein Trauma zugrunde liegt, wirken konventionelle Therapien nicht nachhaltig, treten Beschwerden nach kurzer Besserung wieder auf oder sie wechseln sich mit anderen Symptomen ab. Das Wohlbefinden wird insgesamt mit der Zeit immer schlechter.

Bei körperlichen Beschwerden kommt es möglicherweise zu einer Symptomverschiebung von einem Organsystem ins nächste.

Oft haben die Leidgeplagten schon einige Therapieversuche hinter sich und erleben, dass gut gewählte Methoden bei ihnen nicht oder nicht nachhaltig gewirkt haben.

Arbeit am Nervensystem. In diesen Fällen kann es sehr lohnenswert sein, direkt am Nervensystem zu arbeiten. Ziel einer solchen Behandlung ist es,  die im Nervensystem gefangenen energetischen Ladungen in kleinen verträglichen Dosen zu befreien (titrierte Entladungen) und damit eine dauerhafte Entlastung des Nervensystems zu bewirken.  Wenn eine verbesserte Regulation des autonomen Nervensystems durch die größere Spannbreite an verkraftbaren Gefühlen mehr Lebendigkeit zulässt, spricht die moderne Psychologie von einer erweiterten „Resilienz“.

Hinweis zu MNS: Es gibt Menschen, die Masken aus gesundheitlichen oder sonstigen Gründen nicht tragen können oder denen es nicht zumutbar ist. Sie sind per Verordnung von der Maskenpflicht ausgenommen und selbstverständlich sind sie in meiner Praxis willkommen. Ich habe keine Berechtigung oder Veranlassung, Sie in irgendeiner Weise zu gängeln oder zu diskriminieren.

Für andere Menschen erscheint das Tragen einer Maske unverzichtbar. Falls das bei Ihnen so sein sollte, kann ich Sie verstehen und respektiere Ihre Bedürfnisse. Leider ist es mir dann aber nicht möglich, Sie körperpsychotherapeutisch in meiner Praxis zu behandeln. Für meine Arbeit mit der Methode Somatic Experiencing ist es notwendig, dass ich bei meinem Gegenüber kleinste Bewegungen in der Mimik und feine Veränderungen des Tonfalls in der Stimme wahrnehmen und ihm spiegeln kann.

Sie stellt daher einen Ausnahmetatbestand gemäß §3 Abs. 2 Ziffer 4 der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg dar.

Die Videosprechstunde kann für Sie eine gute Alternative sein. Probieren Sie es einfach aus.

Kombinationsmöglichkeiten. SE lässt sich gut mit anderen psychotherapeutischen Methoden kombinieren. Ich wende SE-Übungen in der Praxis bei Bedarf während dem Familienstellen an.

Traumata aus der eigenen Biografie und aus der Familienbiografie (transgenerationale Traumata) können so in sicherem Rahme gelöst werden. Manchmal erweist es sich als nützlich, Erinnerungen aus früheren Leben im Rahmen einer SE-Sitzung zu bearbeiten, um Traumata aufzulösen, die unsere Seele mitgebracht hat.

Die Fortbildung zum zertifizierten SE-Therapeuten dauert drei Jahre. Sie ist in drei Levels aufgeteilt, die ich komplett durchlaufen habe. Die Fortbildung umfasst zusätzlich zum theoretischen Lernen Supervision (Beratung durch einen erfahrenen Kollegen anhand von Praxisfällen) in erheblichem Umfang, eine tiefgreifende Eigenarbeit, das fachkundig betreute Üben in sogenannten Peergruppen und vertiefende Zusatzmodule. So wird sichergestellt, dass die SE-Therapeuten den vielfältigen fachlichen und persönlichen Anforderungen im praktischen Alltag gewachsen sind. Es ist wichtig, dass Menschen, die durch Trauma verunsichert sind, sich bei ihren Therapeuten in zuverlässig guten Händen fühlen können.

Im Juni 2014 hatte ich die Freude, den Begründer der Methode, Dr. Peter A. Levine aus den USA, bei der Fortbildung „Trauma – Emotions – Memory“ live zu erleben und von ihm lernen zu dürfen.

Wenn Sie ausschließlich mit SE behandelt werden möchten, um Ihre Nervensystem zu stabilisieren oder um Ihre Traumata zu bearbeiten, gilt eine vereinfachte Vorgehensweise im Ablauf unserer Zusammenarbeit, die unter dem Punkt „Traumatherapie“ hier genau beschrieben ist.

Gerade wenn es um Trauma geht, brauchen Sie als Patient bestmögliche Klarheit, Verlässlichkeit und Orientierung über die Umstände der Zusammenarbeit. Deshalb habe ich hier alles sehr ausführlich beschrieben. Wahrscheinlich werden nicht alle Informationen für Sie wichtig sein. Nehmen Sie nur das, was Sie momentan interessiert, in sich auf und lassen Sie den Rest getrost beiseite.

Zu den finanziellen Fragen finden Sie Details unter Transparenz der Preise.