Homöopathie

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Homöopathie ist eine seit mehr als 100 Jahren bewährte Möglichkeit, Krankheiten zu begegnen. Sie zielt darauf, tiefliegende Ursachen aufzulösen, ganz gleich ob sie leiblicher oder psychischer Natur sind, oder ob sie von den Eltern übernommen wurden.

Homöopathie unterstützt die Gesundung und gleichzeitig das Bewusstwerden der Zusammenhänge zwischen Körper, Seele und Geist. So dient sie der Integrität, Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit im Leben und führt uns in die Selbst-Treue. Moderner würde man sagen: Sie unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung in Richtung Authentizität.

Das passende Mittel bewirkt, dass wir neben den körperlichen Beschwerden auch Einseitigkeiten im Gemüt loslassen – selbst wenn sie uns schon Jahrzehnte lang begleiten. Wir gewinnen damit ganz neue Blickwinkel und Einsichten. Situationen können umbewertet, selbtschädigende Glaubenssätze aufgelöst und Handlungsmuster verändert werden. Dadurch gibt die homöopathische Behandlung kraftvolle Anstöße für ein freieres und selbstbestimmteres Leben.

Seit Anbeginn meiner homöopathischen Arbeit setze ich mich mit den Arzneimittelbildern und den Sichtweisen der unterschiedlichen homöopathischen Schulen auseinander. 2007 habe ich den Arbeitskreis „Integrative Homöopathie“ mitgegründet.

Auf dem Weg zur Mittelwahl

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In meinen Essays zu den Einzelmitteln habe ich versucht, das Wesen der jeweiligen Arznei herauszuarbeiten. Mir bereitet es Freude, Muster in dem Verhalten des Patienten oder im Ausdruck seiner Erkrankung zu erkennen und mit den Eigenarten der Arzneimittel in Verbindung zu bringen. 

Eine Software inkl. umfangreicher Datenbank erlaubt es mir, mit dem Computer auszuwerten, welche Mittel bei dem Beschwerdebild infrage kommen. Selten angewendete und daher weniger gut dokumentierte Mittel tauchen in der Computeranalyse nicht bzw. nur nachrangig auf. Daher ist sie nicht mein erstes Mittel der Wahl.

Kinesiologische Tests unterstützen die Mittelwahl. Auf diese Weise habe ich schon vielfach ungewöhnliche Mittel gefunden, auf die ich durch das Repertorisieren in Büchern oder durch eine Computeranalyse niemals gekommen wäre; z.B. weniger bekannte tierische Mittel wie Löwe, Schildkröte oder Sperling.

Viele Ratgeber ermutigen medizinische Laien, sich selbst mit homöopathischen Mitteln zu behandeln. Bei Bagatellbeschwerden mag das angemessen sein und rasche Erfolge bringen. Die Therapie von ernsthaften Erkrankungen gehört grundsätzlich in fachmännische Hände. So sehr ich Eingeninitiative und Patientenkompetenz schätze: Bei der Homöopathie im Sinne einer konstitutionellen Behandlung ist es nicht sinnvoll, wenn zwei Therapeuten gleichzeitig an einem Patienten arbeiten – auch nicht, wenn einer der beiden der Patient selbst ist. Das gilt ebenso für Schüssler-Salze. Ich habe schon mehrere Patienten „geheilt“, indem ich ihnen einfach nur solche Mittel abgesetzt habe.

Unterstützung aus der Kinesiologie

Welche Potenz in welchem Falle richtig ist, darüber streiten sich die Gelehrten. Nachdem ich mehr als fünfzehn Jahre Erfahrungen gesammelt habe, kann ich sagen: Es gibt keinen allgemeingültigen Standard. Jeder Mensch reagiert anders. Ich teste kinesiologisch, welche Dosis individuell passt. So mache ich mich unabhängig von den Dogmen einzelner Schulen der Homöopathie.

Bei Bedarf teste ich auch, ob die Methode grundsätzlich für Sie passend ist. Die ausgetüfteltste Mittelbestimmung nützt nämlich nichts, wenn ein Mensch gar kein Kügelchen will oder braucht.

Quellen der Inspiration

Mein Homöopathie-Wissen fußt auf einer meiner Ausbildung in klassischer Homöopathie nach Samuel Hahnemann. Ich habe mich von verschiedenen Richtungen inspirieren lassen, die daraus hervorgegangen sind:

von der Kent´schen Konstitutionslehre, von der „Psychologischen Homöopathie“ von Philip M. Bailey, von George Vithoulkas Betrachtung der „Essenzen homöopathischer Arzneimittel“ und von der Herangehensweise von Rajan Sankaran, der den Homöopathen lehrt, „dem anderen Lied“ im Patienten zu lauschen. Auch sind mir Bezüge zwischen den Arzneimittelbildern und den Typen des Enneagramms immer wieder hilfreich.

Praxis Lichtblick Heilpraktiker Psychotherapie Weinheim

Weitere Sichtweisen als Ergänzung

In der täglichen Anwendung nutze ich die Erkenntnisse von Melissa Assilem (Muttermittel in der Homöopathie) und Susanne Dinkelmann (Die Homöopathie des Mondes), die Bezüge zwischen den Tierkreiszeichen und verschiedenen homöopathischen Arzneien herstellt. So lässt sich aus der Mondstellung errechnen, welche Mittel für chronische Beschwerden und für akute Symptome in den verschiedenen Organsystemen infrage kommen.

Homöopathie ist Detektivarbeit, für die der Therapeut Feinsinn, Wissen und Erfahrung braucht.

Zur Homöopathie habe ich mehrere Schriften erstellt, die sich mit der Methode an sich und mit einzelnen Mitteln ausführlich befassen.

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