Evolution in der Medizin

Praxis Lichtblick Heilpraktiker Psychotherapie Weinheim
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Die Entwicklung der Menschheit ist ein stetiger Fluss. Täglich entsteht Neues. Dabei ist es wichtig, das Alte zu achten, aus dem es sich entwickelt hat. In allen Epochen der Geschichte haben Forscher, Wissenschaftler und Praktiker, die Grundsteine gelegt für Methoden, die uns heute in der Ganzheitsmedizin und in der Psychotherapie dienen. Ihnen allen danke ich von Herzen für ihren Mut und für ihre Beharrlichkeit.

Wir ehren ihr Erbe, indem wir es lebendig halten und weiterentwickeln. Von diesem Menschen ist Lebensenergie in die Heilkunst eingeflossen. Sie wirkt jeden Tag in Abertausenden von Behandlungen auf der ganzen Welt fort. So auch in meiner Praxis.

Mir ist es ein Bedürfnis, an den Erbstrom dieses Wissens zu erinnern und die “geistige Ahnenreihe” sichtbar zu machen, die meiner Arbeit zugrunde liegt.

Homöopathie von Hahnemann bis Dinkelmann

Aus der klassischen Homöopathie von Dr. med. Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755-1843) sind zahlreiche Schulen hervorgegangen. Sein Schüler Dr. med. James Tyler Kent (1849-1916) begründete die konstitutionelle Homöopathie. Der griechische Homöopath Prof. Georgos Vithoulkas (geb. 1932) steht in seiner Tradition. Er wiederum war ein Lehrer des Australiers Dr. med. Philip Bailey (“Psychologische Homöopathie” 1995). Hierzulande fügte der deutsche Homöopathie-Lehrer Karl-Josef Müller (“Wissmut Materia Medica Müller” 2007) weitere Beobachtungen der Konstitutionen aus seinen praktischen Erfahrungen hinzu. Der indische Arzt Dr. med. Rajan Sankaran hat die Homöopathie systematisiert (“Homöopathie für eine neue Welt” 2008) und mit seiner Empfindungshomöopathie eine neue Perspektive zur Mittelwahl eingebracht, die das Anamnesegespräch in fundamentale Weise abgewandelt. In jüngster Zeit melden sich Homöopathinnen mit spirituellen Aspekten zu Wort. Nach mehr als 20 Jahren unermüdlicher Forschung veröffentlichte die Psychologin, Anthropologin und Botanikerin Melissa Assilem (geb. 1942)  ihre Erkenntnisse über die “Muttermittel in der Homöopathie” 2009. Die Heilpraktikerin Susanne Dinkelmann (geb. 1968) fügte eine spirituelle Dimension hinzu mit der von ihr erarbeiteten “Homöopathie des Mondes” 2013. Sie ordnet den Tierkreiszeichen differenziert nach Organsystemen verschiedene homöopathische Mittel zu.

Bachblüten von Bach bis Krämer

In den 1930er Jahren veröffentlichte der britische Arzt Dr. med. Edward Bach (1886-1936) die Grundlagen der von ihm entdeckten Bachblüten-Therapie. Sein Werk wurde von Mechthild Scheffer (geb. 1938) in den deutschsprachigen Raum eingefürht: “Die original Bachblüten-Therapie” 1981. Sie entwickeMir ist es ein Bedürfnis, an den Erbstrom dieses Wissenslte diese Therapieform auf den Grundlagen des Originals beständig weiter. Der Heilpraktiker Dietmar Krämer (geb. 1957) schuf die “Neuen Therapien mit Bachblüten” 2001. Er baute ein komplexes System um die 36 Blüten auf, fasste je drei Blüten zu einer Schiene logisch zusammen, differenzierte zwischen inneren und äußeren Blüten, stellte Bezüge zwischen den Blüten und den Tierkreiszeichen her und ordnete die Arzneien verschiedenen Hautzonen zu.

Jin Shin Jyutsu von Murai bis Elmendorff

Der Japaner Jiro Murai  (1886-1960) erlebte eine Spontanheilung, nachdem er Mudras geübt hatte, die ihm von Buddah-Figuren in Erinnerung waren. Ab diesem Zeitpunkt erforschte er das Wesen von Krankheiten. Ihm wurde im Zuge seiner Studien Einblick in die kaiserlichen Archive gewährt, so dass er uralte Akupunktur-Zeichnungen nutzen konnte. Die wiedergefundenen Kenntnisse des Heilens durch Handauflegen, durch Fingerpositionen und Atemübungen erforschte er 34 Jahre lang, bevor er die von ihm als Jin Shin Jyutsu bezeichnete Heilkunst weitergab. Seine Schülerin Mary Burmeister brachte die “mühelose Kunst” 1954 mit in die neue Welt. Sie forschte jahrzehntelang weiter und sammelte Erfahrungen bis sie letztlich ihre Erkenntnisse mit der Welt teilte. Das Bewusstsein für die Verbindung von JSJ mit der Astrologie wurde von meiner Lehrerin, der Heilpraktikerin und JSJ-Trainerin Petra Elmendorff vertieft.

Elemente von Hippokrates bis Vill

Die Humoralpathologie, oder 4-Säfte-Lehre, wurde von dem griechischen Arzt Hippokrates von Kos (460-370 v. Chr.) begründet. Galenos von Pergamon (~128-199 v. Chr.) beschrieb die entsprechenden 4 Temperamente. Im Mittelalter wurden diese den Elementen und Tierkreiszeichen zugeordnet. Der Arzt und Forscher Dr. med. Peter Vill (geb. 1957) brachte dieses abendländische Wissen in Beziehung zur Traditionell Chinesischen Medizin und vollzog so einen Brückenschlag zwischen den Medizinsystemen verschiedener Kulturkreise. Integriert in sein Konzept ist außerdem die Lüscher-Color-Diagnostik. Sie ist das Erbe des Schweizer Psychoanalytikers Prof. Max Lüscher (1923-2017), der herausgefunden hatte, wie man anhand eines Farbtests auf psychische Störungen und seelische Entwicklungspotenziale schließen kann: “Die Farbe als psychologisches Untersuchungsmittel” 1949. Peter Vill begründete die Moderne 4-Elemente-Medizin. Sein Lebenswerk mündet in einer Auswertung der individuellen Konstitution anhand objektiver Berechnungen. Sie beinhaltet die Anlagen auf körperlicher Ebene durch die Blutgruppe und die Geschlechtszugehörigkeit sowie die spirituelle Konstitution, welche er anhand von gewichteten Faktoren aus dem Horoskop ermittelt. Dr. med. Peter Vill wurde mein geduldigster Lehrer und guter Freund. Es war mir eine Ehre, ihn bei der “Geburt” seines Buchs “Gesundheit gestalten mit den 4 Elementen” 2016 als Co-Autorin zu unterstützen.

All diesen Pionieren und Vordenkern bin ich von Herzen dankbar. Ihr Lehren haben mich inspiriert und ermutigt, eigene Bezüge herzustellen, die verschiedene Schulen miteinander verbinden. Ich bin davon überzeugt, dass es im Sinne der Erfinder ist, ihre großartigen Konzepte im Dienste der Menschheit zu nutzen und weiterzuentwickeln.